Landtagsantrag

“Telefon-Keilern” will FP Riegel vorschieben

Oberösterreich
14.03.2010 18:48
Unseriöse Geschäftemacher, die Konsumenten via Internet oder Telefon zu Vertragsabschlüssen überreden, sollen einen Riegel vorgeschoben bekommen. Das hat die Landes-FP im Landtag beantragt, weil es zum Beispiel immer wieder zum unfreiwilligen Wechsel des Telefonanbieters kommt. Mündliche Verträge sollen erst durch eine schriftliche Bestätigung des Konsumenten gelten.

Der betagten Mutter eines oberösterreichischen Politikers passierte es kürzlich: Sie wurde von einem „Telefon-Keiler“ im Pflegeheim so lange in ein Telefongespräch verwickelt, bis daraus angeblich die Zustimmung zum Wechsel des Telefonanbieters wurde – was die Frau erst merkte, als sie ohne spezielle Vorwahl gar nicht mehr telefonieren konnte.

Laut AK laufend Beschwerden wegen „Telefon-Keilern“
Trotz gesetzlichem Rücktrittsrecht sieht die FP den Konsumentenschutz in solchen Fällen als nicht ausreichend an. „Die Verpflichtung zur Verschriftlichung von via Telefon angebahnten Verträgen ist unumgänglich“, sagt FP-Klubchef Günther Steinkellner.

Das sieht auch der AK-Konsumentenschutz so: „Wir haben laufend Beschwerden über derartige Vertragsanbahnungen per Telefon“, so AK-Experte Georg Rathwallner. Speziell für ältere Menschen stellen Vertragsabschlüsse per Telefon oft ein unlösbares Problem dar. 

Kronen Zeitung

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