03.04.2019 18:25 |

„Kultur dahinter“

US-Aktivistin fordert jetzt Emojis mit Afro-Look

Die Schriftstellerin und Emoji-Aktivistin Rhianna Jones aus New York fordert Afro-Emojis auf dem Smartphone. „Dahinter steckt eine gesamte Kultur, die im digitalen Raum vernachlässigt wird“, kritisiert Jones, die selbst einen Afro hat. Mit ihrer Petition „Let‘s Make the Afro Emoji Happen #AfroHairMatters“ hat sie bereits mehr als 37.000 Unterschriften gesammelt. 

Derzeit gebe es laut Jones bereits 3019 Emojis, darunter auch Symbole mit gelockten, geraden, blonden, roten oder schwarzen Haaren. „Aber keines davon zeigt eine Person mit Afro-Look. Für viele schwarze Menschen sind weder unsere Haare noch unsere Kultur in der digitalen Kommunikation visuell vertreten“ so Jones gegenüber dem Sender National Public Radio.

„Natürliche Haarformen sollen fixer Bestandteil von Emojis sein“
Das sei der Anstoß für ihre Kampagne gewesen, die im Internet auf change.org abrufbar ist. Die dazugehörigen Afro-Emojis wurden von Kerrilyn Gibson, ebenfalls aus New York, entworfen. Natürliche Haarformen sollten fixer Bestandteil von Emojis sein, sagt Jones.

Am 31. März reichten Jones und Gibson ihre Emoji-Entwürfe beim zuständigen Unicode Konsoritum ein. Dort wird entschieden, ob die Afro-Emojis 2020 aufgenommen werden. 

Wiener Schülerin erfand Kopftuch-Emoji
Im Jahr 2017 hatte die damals 16-jährige Wiener Schülerin Rayouf Alhumedhi mit einer ähnlichen Emoji-Forderung weltweit für Aufsehen gesorgt. Sie überzeugte den Computergiganten Apple, ein Kopftuch-Emoji einzuführen. Daraufhin kürte sie das US-Magazin „Time“ zu den einflussreichsten Teenagern der Welt 2017.

„Ich bin sicher, dass das Symbol die Welt positiv beeinflussen wird, sobald Menschen, die gegen das Kopftuch oder gegen den Islam als Glaubensform sind, das Emoji auf ihrem Handy entdecken“, sagte Alhumedhi.

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