Karlhofer ortete aufgrund dieses Vorfalls jedoch "keinen Konflikt" am Institut. "Mein Verhältnis zu Frau Prof. Werlhof ist ganz normal", betonte der Institutsleiter. Die Aussage über das Erdbeben in Haiti sei aber für den Ruf des Instituts keinesfalls förderlich gewesen.
Erdbeben um Erdöl aufzuspüren
Werlhof hatte in einem Interview mit dem "Standard" Mitte Februar zur Diskussion gestellt, das Erdbeben in Haiti könnte "künstlich produziert" gewesen sein. Im Projekt HAARP (US-Forschungseinrichtung nordöstlich von Gakona in Alaska, Anm.) seien Maschinen hergestellt worden, die künstliche Erdbeben hervorrufen würden. "Sie werden benutzt, um Erdölreserven aufzuspüren, wie es sie auch zwischen Haiti und Kuba geben soll. Das Beben in Haiti könnte maschinell erzeugt worden sein, um die US-Besetzung des Landes zu ermöglichen", erklärte Werlhof.
Werlhof: "Das Interview war nicht im Namen des Instituts"
Nach der Kritik seitens des Institutsleiters hatte sich Werlhof in einem offenen Brief zu Wort gemeldet. Darin kritisierte sie den Institutsleiter und betonte, dass sie "persönlich und keineswegs im Namen des Instituts ein Interview" gegeben habe: Daher könne sie dem Institut auch keinen Schaden zugefügt haben. Außerdem stellte sie die Frage in den Raum, ob das "Wissenschaftsverständnis des Instituts" von "politischen Interessen geleitet" sei. "Wieso liegt Herrn K. soviel daran, dass aus dem Institut heraus, dessen Leiter er ist, keine Verdächtigungen gegenüber der US-Regierung ausgesprochen werden, selbst wenn sie wissenschaftlich begründet sind", fragte Werlhof in dem Brief.
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