KiJA zieht Bilanz:

1000 junge Mobbingopfer in den letzten drei Jahren

Rund 1000 junge Opfer von Gewalt und Mobbing holten sich in den vergangenen drei Jahren Hilfe bei der Kinder- und Jugendanwaltschaft „KiJA“ Oberösterreich. Vor sechs Jahren lagen noch Scheidungskinder an der Spitze.

Die neueste Bilanz der „KiJA“ Oberösterreich zeigt deutlich: Mobbing und Gewalt unter Jugendlichen nimmt weiter zu. „Am öftesten kommt Mobbing am Schulhof vor, aber es gibt praktisch keinen Fall mehr, bei dem nicht auch das Internet eine große Rolle spielt.Wir haben sehr viele Anfragen zu Gewalt in Sozialen Medien bekommen“, weiß Christine Winkler-Kirchberger, Kinder- und Jugendanwältin.

Vor sechs Jahren Scheidungen auf Platz 1
Vor sechs Jahren lagen noch Fragen zur Trennung oder Scheidung der Eltern auf Platz eins. Dieser Bereich stellt nach den Mobbingopfern den zweitgrößten Anteil dar. Die meisten jungen Betroffenen kontaktieren die Experten per Telefon, viele via WhatsApp oder melden sich nach Präventionsveranstaltung direkt bei den Beratern - die jüngsten sind gerade sieben Jahre alt.

„Es gibt Stellen, bei denen man sich melden kann“
In den vergangenen drei Jahren wurden zahlreiche Workshops und Präventionstage in Schulen abgehalten. Außerdem wird mit einem Theaterstück durchs Bundesland getourt. Beratungen sind anonym „KiJA“-Beratungen bleiben anonym und es werden keine Schritte ohne Zustimmung gesetzt. „Das Wichtigste ist, dass junge Menschen wissen, dass es Stellen gibt, bei denen man sich melden kann, wenn Hilfe gebraucht wird“, betont SP-Landesrätin Birgit Gerstorfer.

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