09.03.2019 07:22 |

Lugenentzündung

Neugeborenes von britischer IS-Braut gestorben

Sie schloss sich im Alter von nur 15 Jahren der Terrormiliz Islamischer Staat an, vier Jahre später wollte Shamima Begum nach Großbritannien zurück, um das Überleben ihres neugeborenen Kindes zu erhöhen. Nun ist der Bub in einem Flüchtlingslager in Syrien gestorben.

Der Bub mit dem Namen Jarrah wurde nur wenige Wochen alt - es kam erst Mitte Februar auf die Welt. Anwalt Tasnime Akunjee bestätigte den Vorfall auf Twitter: „Sein Tod ist bestätigt“, richtete er in der kurzen Nachricht aus.

Wie „The Guardian“ berichtet, hatte der Bub schon zuvor gesundheitliche Probleme - er musste letzte Woche mehrmals mit Atemnot in ein Spital eingeliefert werden. Jarrah soll mit zwei weiteren Kindern bereits beerdigt worden sein.

Britische Staatsbürgerschaft wurde entzogen
Die Britin Shamima Begum, die sich dem IS angeschlossen und in Syrien einen niederländischen IS-Kämpfer geheiratet hatte, wollte ursprünglich in ihre Heimat zurückkehren. Die britische Regierung hatte ihr aber die Staatsbürgerschaft aberkannt und damit ihre Bitte um Rückkehr nach Großbritannien abgelehnt. Zuletzt hatte sich ihr Mann darum bemüht, sie in die Niederlande zu bringen.

Die Frau befindet sich in einem Flüchtlingslager in Nordostsyrien, der Mann sitzt laut BBC in einem kurdischen Gefangenenlager in derselben Region. Der IS, der zeitweise große Teile Syriens und des Iraks kontrollierte, hat fast sein gesamtes Territorium verloren.

Mit Mitschülerinnen gemeinsam in den Dschihad
Die Britin hatte sich im Alter von 15 Jahren gemeinsam mit Mitschülerinnen dem IS in Syrien angeschlossen. Kurz darauf habe sie noch als Jugendliche geheiratet.

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