Ozon und Feinstaub

Weniger Belastung: Luftqualität im Land hat sich verbessert

Vorarlberg
23.02.2010 14:51
Die Feinstaubbelastung ist in Vorarlberg im Vorjahr so gering wie nie zuvor seit Beginn der systematischen Messungen im Jahr 2001 gewesen. Auch die Ozonwerte lagen 2009 spürbar unter jenen der Jahre davor, informierten am Dienstag Landeshauptmann Herbert Sausgruber und Umwelt-Landesrat Erich Schwärzler (beide VP) auf Basis des aktuellen Luftgüteberichts des Vorarlberger Umweltinstituts. Keine Abnahme gab es hingegen bei der Stickstoffdioxid-Konzentration.

2009 wurde erstmals an keiner Vorarlberger Feinstaubmessstelle der Jahresmittel-Grenzwert überschritten. Ebenso blieben die Ozonwerte durchwegs unter der Informationsschwelle. Das hatte es seit dem Start der systematischen Ozonüberwachung vor rund 20 Jahren nur in den sehr regenreichen Sommern von 1999 und 2000 sowie im Jahr 2008 gegeben.

Die Stickstoffdioxid-Konzentrationen lagen 2009 an den verkehrsnahen Messstellen in Feldkirch und Lustenau - wie in den Jahren zuvor - hingegen über dem Jahresmittel-Grenzwert. "Moderne Autos stoßen mehr Stickstoffdioxid direkt aus, trotzdem sind wir nicht schlechter geworden", erklärte dazu Jürg Thudium von der Schweizer Firma Ökoscience AG, die die lufthygienische Entwicklung Vorarlbergs in den vergangenen zehn Jahren untersucht hat. 

"Maßnahmenpaket war erfolgreich"
Beim Feinstaub hätten sich Abnahmen von 1 bis 1,5 Mikrogramm pro Kubikmeter pro Jahr ergeben, sagte Thudium. Es sei naheliegend, dass dazu neben besserer Motorentechnik auch die vom Land gesetzten Maßnahmen beigetragen hätten.

"Das 2005 von der Landesregierung beschlossene 30+1-Maßnahmenpaket war erfolgreich", betonte denn auch Schwärzler. Als gesetzte Schwerpunkte aus dem Programm nannte der Landesrat etwa die Umstellung der Straßenreinigung im Winterdienst, den Einsatz von umgerüsteten und neuen Bussen sowie eine Initiative zum "richtigen Heizen".

Laut Arthur Sottopietra vom Umweltinstitut sind bereits 60 Prozent der Busse mit Partikelfiltern ausgerüstet, bis 2012 sollen alle anderen folgen, die nicht dem neuesten Stand der Technik entsprechen.

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