18.02.2019 12:58 |

IT-Konzerne zur Kasse

Notfalls alleine: Neuseeland plant Digitalsteuer

Neuseelands Regierung plant die Einführung einer Steuer für internationale Internet-Firmen wie Facebook, Google und Airbnb - notfalls auch im Alleingang. Das teilte Finanzminister Grant Robertson am Montag in einer Erklärung mit. Bisher erzielten Digitalriesen beträchtliche Einnahmen durch Verbraucher in Neuseeland, ohne dort einkommensteuerpflichtig zu sein.

Denn: Internationale Steuervorschriften seien veraltet und böten ausländischen Digitalkonzernen somit einen Wettbewerbsvorteil, sagte Robertson. Der Wert der grenzüberschreitenden digitalen Dienste in Neuseeland werde auf rund 2,7 Milliarden Neuseeländische Dollar (rund 1,64 Milliarden Euro) geschätzt.

Neuseeland arbeite daher mit der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) daran, Steuervorschriften entsprechend zu erneuern. Sollte auf OECD-Ebene vorerst keine Einigung erzielt werden, werde Neuseeland die Pläne vorübergehend auch alleine vorantreiben. Im Mai will die neuseeländische Regierung ein Dokument mit weiteren Details veröffentlichen.

Heißes Thema auch in Europa
Die Einführung einer Digitalsteuer ist auch in Europa ein viel diskutiertes Thema. Klassische Unternehmen zahlen deutlich höhere Steuern als Digitalkonzerne, da letztere oftmals keinen versteuerbaren Sitz in Europa haben oder ihre Geschäfte in Ländern mit vorteilhaften Steuerregelungen bündeln.

 krone.at
krone.at

Kommentare

Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Aktuelle Schlagzeilen
Kurioses aus Portugal
13 Sekunden bis zum Tor ohne eine Ballberührung
Fußball International
Finale Verhandlungen
Rapid-Verteidiger kurz vor Wechsel in die Serie A
Fußball International
„Experte, aber ...“
Berater-Urteil zu Sidlo großteils vernichtend
Österreich
Wirbel um ÖFB-Star
Tabletten-Ärger: NADA prüft Hinteregger-Behandlung
Fußball International
Polizist überrollt
Tod am Campingplatz: Frau des Opfers saß am Steuer
Niederösterreich
Einst riet er ihn ab
„Super-Junge“! Klopp lobt Bayern für Coutinho-Coup
Fußball International
„Ende der Welt“
Ushuaia: Hier holen sich Ski-Asse den Feinschliff!
Video Wintersport
Kurz vor Einigung
Ex-Bayern-Star Ribery hat wohl neuen Klub gefunden
Fußball International

Newsletter