Do, 21. Februar 2019
12.02.2019 16:20

Erneut Proteste

Guaidos Anhänger fordern Hilfsgüter-Lieferungen

Im andauernden Machtkampf zwischen dem venezolanischen Staatschef Nicolas Maduro und dem selbst ernannten Interimspräsidenten Juan Guaido sind erneut zahlreiche Regierungsgegner auf die Straße gegangen. Anlässlich des Tags der Jugend riefen sie bei einer Demonstration am Dienstag in Caracas die Streitkräfte auf, die humanitäre Hilfe für die notleidende Bevölkerung ins Land zu lassen.

„Mit der Kraft der Jugend fordern wir, dass die humanitäre Hilfe hereingelassen wird, und gedenken all der jungen Menschen, die im Kampf für die Freiheit in Venezuela gefallen sind“, schrieb Guaido auf Twitter.

100 Tonnen Hilfsgüter stehen bereit
Seit der vergangenen Woche warten in der kolumbianischen Grenzstadt Cucuta zehn Lastwagen mir etwa 100 Tonnen Hilfsgütern auf die Erlaubnis, passieren zu dürfen. Guaidos Angaben zufolge haben sich inzwischen 120.000 Freiwillige gemeldet, um bei einer Verteilung der Hilfslieferungen mitzuwirken.

Auf Anweisung von Präsident Nicolas Maduro blockiert die Armee seit Tagen eine Brücke nach Kolumbien, über die Tonnen von Medikamenten, Nahrungsmitteln und Güter des Grundbedarfs zu den Venezolanern gebracht werden sollten, die unter einer schweren Wirtschaftskrise leiden. Nach Angaben des Oppositionsabgeordneten Lester Toledo hat sich Brasilien inzwischen bereit erklärt, ein eigenes Lager für die Hilfsgüter an der Grenze zu Venezuela einzurichten.

Maduro: „Hilfsleistungen sind politische Show“
Maduro lehnt Hilfslieferungen als politische „Show“ ab. Der linksnationalistische Staatschef bezeichnet sie als Vorwand, um den Boden für eine von den USA angeführte Militärinvasion zu bereiten. Für die Versorgungsengpässe bei Lebensmitteln und Medikamenten macht er die Strafmaßnahmen der USA gegen sein Land verantwortlich.

Das erdölreichste Land der Welt leidet unter einer schweren Versorgungskrise. Viele Menschen hungern, in den Krankenhäusern fehlt es an Medikamenten und Material.

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