Das Musical „Ragtime“:

Ein rasanter amerikanischer Traum im Musiktheater

Mit dem Musical „Ragtime“ hat ein Riesendampfer seinen Anker im Linzer Musiktheater ausgeworfen. Nach drei intensiven Aufführungsstunden entlud sich am Freitag die Premieren-Spannung in Standing Ovations und einem Beifalls-Sturm für das grandiose Ensemble!

„Ragtime“ erzählt die Geschichte des afroamerikanischen Pianisten Coalhouse Walker, der nach rassistischen Übergriffen auf seine Familie zum Rächer wird. Parallel erfährt man vom Schicksal jüdischer Immigranten und erlebt den Luxus einer weißen Familie Verblüffend aktuell erscheint dieser Plot aus dem vorigen Jahrhundert.

Songs mit Geschichte(n)
Matthias Davids inszeniert diesmal ungewöhnlich statisch, das Tempo gibt die Musik vor, die unter Tom Bitterlich unermüdlich aus dem Orchestergraben sprudelt - bisweilen in der Lautstärke die Sänger etwas übertönend, aber das wird sich wohl noch einschleifen. Großartige Tanzeinlagen und keine Ohrwürmer: Diese Songs erzählen Geschichte(n). In der praktikablen Bühne von Hans Kudlich schnurrt alles in rasantem Tempo Richtung Finale, an dem sich schließlich die drei Erzählstränge zum Happy End verknüpfen.

Beeindruckende Darsteller
Einmal mehr die Stützen des Ensembles: Daniela Dett als Mutter, die ihre Zuneigung über viele Schatten springen lässt und Riccardo Greco als Einwanderer, der den amerikanischen Traum erlebt und erzählt. Und gleich danach kommt diesmal ein beeindruckender Kinder-Darsteller: Elias Poschner ist als kleiner, vorwitziger Bub schon jetzt ein Versprechen für eine Zukunft auf der Bühne! Gino Emnes gibt dem Coalhouse imposante Figur und Stimme, als Sarah gefällt Myrthes Monteiro. Rundherum schart sich ein Mega-Ensemble, das sich nach drei kraftvollen Stunden zurecht im Applaus sonnen durfte!

Milli Hornegger, Kronen Zeitung

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