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Obama empfing Dalai Lama im Weißen Haus
Der US-Präsident habe dem Dalai Lama bei dem Treffen "seine nachhaltige Unterstützung beim Erhalt von Tibets einzigartiger religiöser, kultureller und sprachlicher Identität" zugesagt, teilte das Weiße Haus schriftlich mit. Obamas Unterstützung gelte insbesondere auch "dem Schutz der Menschenrechte für Tibeter in der Volksrepublik China". Der Präsident habe zudem das "Engagement des Dalai Lama für Gewaltlosigkeit und Dialog" gewürdigt. Der Dalai Lama wiederum habe gesagt, er sei "sehr glücklich" über die rund 45-minütige Begegnung.
Peking droht mit Sanktionen gegen US-Firmen
Mit dem Empfang nimmt Obama eine diplomatische Verstimmung mit der Volksrepublik China in Kauf. China hatte bereits im Vorfeld des Besuchs heftig protestiert und mit Sanktionen gegen amerikanische Firmen gedroht. Peking wirft dem im Exil lebenden geistlichen Oberhaupt der Tibeter vor, die Abspaltung Tibets von China zu betreiben. Es betrachtet Treffen von ausländischen Politikern mit dem Lama als Einmischung in seine inneren Angelegenheiten. Auch Obamas Vorgänger hatten den Dalai Lama im Weißen Haus empfangen und damit Kritik in China ausgelöst.
"International respektiertes Religionsoberhaupt"
Obama hatte vor dem Treffen erklärt, er empfange den Tibeter in dessen Eigenschaft als "international respektiertes Religionsoberhaupt". Das Treffen fand schließlich nicht im Oval Office statt, wo Staats- und Regierungschefs empfangen werden, sondern im angrenzenden "Kartenzimmer". Nach der Begegnung verließ der Dalai Lama das Weiße Haus und wandte sich im Freien an wartende Journalisten und Anhänger (Bild).
Spannungen zwischen USA und China verschärft
Die Beziehungen zwischen den USA und China sind in jüngster Zeit erheblich abgekühlt. Grund ist unter anderem eine umfangreiche US-Waffenlieferung von über sechs Milliarden Dollar an Taiwan, die Peking scharf kritisiert. Außerdem wirft Washington China vor, seine Währung künstlich niedrig zu halten, um so seine Exporte immer weiter zu steigern. Für Spannungen sorgt zudem das Thema Internet-Freiheit in China.
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