Geschäfte schließen

Villacher Innenstadt verkommt zur Handelswüste

Kärnten
07.02.2019 18:30
Wenig zu spüren ist in der Villacher City vom seit Jahren von der Politik getrommelten „Kraftpaket“. Schlimmer noch: Ein Geschäft nach dem anderen schließt oder siedelt ab. Die City verkommt zur Handelswüste; eine Tatsache, über die jetzt ein heftiger politischer Streit entbrannt ist. Lösung ist keine in Sicht.

Für Bürgermeister Günther Albel (SP) sind die Ursachen der dramatischen Entwicklung (mit der sich Villach nicht von anderen Kärntner Städten unterscheidet) vielfältig: „Der Handel ist in einem gewaltigen Wandel, es fließen viele Millionen ins Internet. Aber es gibt keine Patentlösung.“

Wochenmarkt soll Frequenz bringen
Im Rathaus der Draustadt wird derzeit an der Realisierung eines Wochenmarktes nach Vorbild von Klagenfurt gebastelt, der von Mittwoch bis Samstag Frequenz bringen könnte. Ein Parkhaus soll an der Draulände entstehen, die Fördersysteme werden umgekrempelt, auch das Parken wurde erst kürzlich reformiert. Albel: „Aber oft sind auch die Mieten für die Geschäftsflächen viel zu teuer. Die Letztentscheidung treffen halt immer die Vermieter und die Unternehmer.“

Unterdessen wird das Thema parteipolitisch ausgeschlachtet. FP-Klubobfrau Katrin Nießner: „Villach darf nicht länger Österreichs Leerstands-Spitzenreiter sein. Es ist allerhöchste Zeit, vorhandene Konzepte endlich zur Belebung der Innenstadt zu nutzen.“ Ex-Stadtvize und „wilder“ Gemeinderat Richard Pfeiler legt nach: „Albels Stadtmarketing-Politik ist grandios gescheitert. Einem aufgeblähten Stadtmarketing-Apparat steht eine ratlose Politik gegenüber.“ Albel dazu: „Wir gehen das Thema als einzige offensiv an.“

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