Streit um die Gebühren

Immer weniger Ärzte: Boykott der Totenbeschauer

Kärnten
06.02.2019 11:21
Porträt von Serina Babka
Von Serina Babka

Wenn dem Land nicht bald etwas einfällt, gibt’s keine Totenbeschauer mehr. Im Liesertal etwa ziehen sich alle vier Ärzte mit 1. März zurück. Der Arzt im Lesachtal hat auch keine Lust mehr. Krass war es im Bezirk Klagenfurt, wo am vergangenen Sonntag kein einziger von 14 Ärzten ausrücken wollte.

Drei Gemeinden im Bezirk Klagenfurt haben sich zusammengetan und insgesamt 14 Totenbeschauer angelobt. Seitdem der Streit um die Gebühr ausgebrochen ist, versuchen die Ärzte, die Bürgermeister mit erhöhten Rechnungen - nämlich 384 Euro wie in der Steiermark - unter Druck zu setzen. Bekommen sie das Geld nicht, hören sie auf. Drei haben schon „gekündigt“. In Kärnten verrechnen die kommunen 107,30 Euro für eine Totenbeschau, 53,20 Euro davon erhalten die Mediziner, dazu kommt noch Kilometergeld.

Im Liesertal haben vier Totenbeschauer das Handtuch geworfen. Bürgermeister Josef Jury aus Gmünd: „Sie sind ab 1. März weg; außer die Gebühr steigt.“ Er verlangt: „Das Land muss sich etwas einfallen lassen; ich kann die Totenschau ja nicht selbst machen!“

Auch im Lesachtal wird es eng. Bürgermeister Johann Windbichler: „Unser Arzt macht auch keinen Bereitschaftsdienst mehr.“

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