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Lufthansa will Streik per einstweiliger Verfügung stoppen
Das Arbeitsgericht wird am späten Montagnachmittag über den Antrag der Lufthansa verhandeln. Dabei sollen die Fluggesellschaft und die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit angehört werden. Mit einer Entscheidung sei voraussichtlich noch am selben Tag zu rechnen, sagte ein Gerichtssprecher.
Seit Mitternacht im Streik
Die Piloten der Lufthansa haben um Mitternacht ihren viertägigen Streik begonnen, es ist der größte Streik in der Geschichte der deutschen Luftfahrt. Nach einem Sonderflugplan der Lufthansa werden rund 3.200 Flüge bis einschließlich Donnerstag ausfallen. Passagiere wurden zum Teil auf andere Fluggesellschaften oder bei innerdeutschen Strecken auf die Bahn umgebucht.
Cockpit will mit dem Streik für die Sicherung der Arbeitsplätze der deutschen Lufthansa-Piloten kämpfen. Die Pilotengewerkschaft befürchtet, Jobs könnten verloren gehen, weil die Lufthansa künftig mehr Strecken von Auslandstöchtern bedienen lässt, deren Piloten weniger verdienen.
Elf Flüge ab Wien fallen aus
Auch Österreich ist vom Pilotenstreik betroffen. Laut Lufthansa werden am Montag 11 von 24 Flügen ab Wien nicht stattfinden. 13 Flüge mit Start ab Wien finden statt, darunter auf jeden Fall Stuttgart und Düsseldorf (je drei), Berlin und Hamburg (je zwei) sowie Frankfurt. Nach Auskunft einer Lufthansa-Sprecherin finden zudem vier Flüge von Linz nach Frankfurt und einer nach München statt. Ab Graz fliegt Lufthansa am Montag vier Mal München und vier Mal Frankfurt an. Ab Klagenfurt wird München drei Mal angeflogen.
Die Lufthansa-Tochtergesellschaft AUA hat für ihre Kunden und jene ihrer Muttergesellschaft eine Hotline (+43/51766-1000) für Umbuchungen bzw. Stornierungen eingerichtet.
Größte Fluggesellschaft Europas
An normalen Tagen befördern die Deutsche Lufthansa und ihre Regionalfluggesellschaften im Schnitt rund 150.000 Passagiere. Sie ist die größte Fluggesellschaft Europas und seit September auch Eigentümerin der AUA.
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