29.01.2019 07:00 |

Ski alpin

Ulli Maier - für immer unvergessen

Vor genau 25 Jahren starb die zweifache Ski-Weltmeisterin Ulli Maier bei einem tragischen Sturz in Garmisch-Partenkirchen. Ihre Heimatgemeinde Rauris weiht am 2. Februar eine nach ihr benannte Rennstrecke ein.

Der 29. Jänner 1994 – am liebsten würden ihn die Ski-Fans aus dem Gedächtnis streichen. Auch Garmisch-Partenkirchen. Jener Ort in Bayern, an dem Ulli Maier ihr Leben verlor. Es war heute vor genau 25 Jahren, als die 26-Jährige auf der Kandahar-Abfahrt in der engen FIS-Schneise verschnitt und rücklings auf einen 80 Zentimeter hohen Schneekeil am Pistenrand prallte, der samt Strohsack Teil einer Zeitmessanlage war, die dort nie hätte stehen sollen. Ihr Tod wurde später in der Klinik Murnau bestätigt.

Besonders tragisch: Die Rauriserin war nicht nur Skirennläuferin, sondern auch Mutter. Als sie 1989 zum WM-Titel im Super G raste, war sie schwanger. Als sie die kleine Melanie beim zweiten Titel 1991 in Saalbach in die Arme nahm, gingen die Bilder um die Welt. Wie die Bilder ihres Sturzes: die Tragödie war live im TV.

25 Jahre danach sind längst nicht alle Wunden verheilt. Das sagt auch der damalige stellvertretende Rennleiter, Peter Fischer. Er ist nun OK-Chef und der einzige Funktionär, der noch immer in Garmisch tätig ist. „Mich hat der Unfall geprägt. Ich denke sehr oft daran“, so der 65-Jährige. Er erinnert sich an eine aufgeheizte Stimmung. „Es kam gerade das Privatfernsehen auf. Es war bald keine sachliche Diskussion mehr möglich.“ Er kam als einziger Garmisch-Vertreter zum Begräbnis nach Rauris, an dem 5000 Menschen von Maier nahmen Abschied.

Nicht nur in Rauris selbst ist Ulli Maier unvergessen. „Wir haben jedes Jahr eine Gedenkmesse. Heuer wird die Kreuzboden-Talabfahrt in Ulli-Maier-Strecke umbenannt“, erzählte Sportklub-Präsident Harald Maier. Die Segnung findet am 2. Februar (14) statt. Während Ullis Vater Balthasar verstorben ist, kommen auch Mutter Leopoldine, ihre zwei Schwestern und möglicherweise Tochter Melanie. Sie ist nun knapp 30, im Pongau verheiratet – und selbst Mutter.

Herbert Struber
Herbert Struber
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