Ein Monat danach
Tausende Haitianer gedenken der Erdbebenopfer
Der amerikanische Ex-Präsident Bill Clinton, der erst am Freitagmorgen nach einem kardiologischen Eingriff in New York wieder aus dem Krankenhaus entlassen worden war, sprach Spendern, Helfern und den Betroffenen in Haiti seine Anerkennung aus. Dank der großzügigen Unterstützung von Institutionen und privaten Spendern in aller Welt könnten die Überlebenden der Naturkatastrophe mit Wasser, Nahrung, medizinischen Hilfsmitteln und Notunterkünften versorgt werden, sagte Clinton in New York.
Auch die Haitianer hätten Großes geleistet: "Heroische Retter gruben ihre Lieben mit bloßen Händen aus den Trümmern, Ärzte führten Operationen ohne Narkosemittel durch und Nachbarn halfen Nachbarn, vor allem auch den Kindern, die durch das Beben zu Waisen wurden", lobte Clinton, der für die Vereinten Nationen die internationale Hilfe in dem Karibikstaat koordiniert.
Clinton verspricht Aufbau eines neuen und besseren Haitis
Wenn sich die Lage in Haiti wieder so weit erholt habe, dass die Menschen dort von einer Woche zur anderen leben könnten - und nicht nur von Tag zu Tag -, werde der Aufbau eines neuen und besseren Haitis beginnen, versprach Clinton. Seinen Aufrufen zur Hilfe für Haiti waren mehr als 200.000 private Spender gefolgt.
Präsident Préval ruft zu gemeinsamen Wiederaufbau auf
Am Rande der Trauerveranstaltung in der Nähe des eingestürzten Präsidentenpalastes kam es auch zu Demonstrationen gegen Präsident René Préval, der im Fernsehen zu den Menschen sprach. "Ich bin hier als einfacher Bürger, als Familienvater, um mich eurem Schmerz anzuschließen", sagte Préval. Gleichzeitig rief er seine Landsleute auf, zusammenzustehen und für den Wiederaufbau ihres Landes zu arbeiten.
Unterdessen kündigte Premierminister Jean-Max Bellerive an, am Samstag in die Dominikanische Republik zu fahren, um dort mit Experten Planungen für den Wiederaufbau Haitis zu beginnen.
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