Ein Monat danach

Tausende Haitianer gedenken der Erdbebenopfer

Ausland
13.02.2010 10:37
Tausende Haitianer haben sich am Freitag im zerstörten Zentrum von Port-au-Prince versammelt, um der Opfer des Erdbebens vom 12. Jänner zu gedenken. Die Regierung hatte den 12. Februar zum Tag der Trauer und des Gedenkens erklärt. Bei dem Beben vor einem Monat waren nach Schätzungen der Regierung 217.000 Menschen ums Leben gekommen.

Der amerikanische Ex-Präsident Bill Clinton, der erst am Freitagmorgen nach einem kardiologischen Eingriff in New York wieder aus dem Krankenhaus entlassen worden war, sprach Spendern, Helfern und den Betroffenen in Haiti seine Anerkennung aus. Dank der großzügigen Unterstützung von Institutionen und privaten Spendern in aller Welt könnten die Überlebenden der Naturkatastrophe mit Wasser, Nahrung, medizinischen Hilfsmitteln und Notunterkünften versorgt werden, sagte Clinton in New York. 

Auch die Haitianer hätten Großes geleistet: "Heroische Retter gruben ihre Lieben mit bloßen Händen aus den Trümmern, Ärzte führten Operationen ohne Narkosemittel durch und Nachbarn halfen Nachbarn, vor allem auch den Kindern, die durch das Beben zu Waisen wurden", lobte Clinton, der für die Vereinten Nationen die internationale Hilfe in dem Karibikstaat koordiniert.

Clinton verspricht Aufbau eines neuen und besseren Haitis
Wenn sich die Lage in Haiti wieder so weit erholt habe, dass die Menschen dort von einer Woche zur anderen leben könnten - und nicht nur von Tag zu Tag -, werde der Aufbau eines neuen und besseren Haitis beginnen, versprach Clinton. Seinen Aufrufen zur Hilfe für Haiti waren mehr als 200.000 private Spender gefolgt.

Präsident Préval ruft zu gemeinsamen Wiederaufbau auf
Am Rande der Trauerveranstaltung in der Nähe des eingestürzten Präsidentenpalastes kam es auch zu Demonstrationen gegen Präsident René Préval, der im Fernsehen zu den Menschen sprach. "Ich bin hier als einfacher Bürger, als Familienvater, um mich eurem Schmerz anzuschließen", sagte Préval. Gleichzeitig rief er seine Landsleute auf, zusammenzustehen und für den Wiederaufbau ihres Landes zu arbeiten.

Unterdessen kündigte Premierminister Jean-Max Bellerive an, am Samstag in die Dominikanische Republik zu fahren, um dort mit Experten Planungen für den Wiederaufbau Haitis zu beginnen.

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Ausland
13.02.2010 10:37
Loading
Kommentare Banner - Die Stimme Österreichs

Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.

Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.

Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.

Kostenlose Spiele
Vorteilswelt

Magazine der Kronen Zeitung