VP-NÖ-Arbeitsklausur

Mikl-Leitner präsentiert ihre Strategien für 2019

Die ÖVP Niederösterreich hat am Mittwoch die Schwerpunkte und Strategien für 2019 präsentiert. Im Rahmen einer Arbeitsklausur wurde festgelegt, dass in den kommenden Monaten die Themen Arbeit, Gesundheit, Familie und Mobilität im Fokus stehen.

Im Bereich „Mobilität“ soll demnächst die „Strategische Prüfung Verkehr“ für die sogenannte Europaspange erfolgen. Mit dem Straßenbauprojekt sollen das Wald- und Weinviertel an Ballungszentren und internationale Wirtschaftsräume angebunden werden, betonte die Landeshauptfrau in Raabs an der Thaya. Erstmalig werde im ersten Quartal eine strategische Verkehrs-Prüfung in Kombination von Straße und Schiene eingereicht.

Arbeitslosigkeit soll weiter gesenkt werden
Im Bereich Arbeit sollen 2019 die beiden Vereine „0>Handicap“ und „Jugend und Arbeit“ zusammengeführt werden. „Wir helfen damit 900 Menschen, in den Arbeitsmarkt zu kommen“, betonte die Landeshauptfrau - etwa 100 davon seien Personen mit Behinderung. Im abgelaufenen Jahr sei es gelungen, die Arbeitslosigkeit um zehn Prozent zu senken. „Mit durchschnittlich rund 52.500 Arbeitslosen waren um 5.500 weniger Menschen arbeitslos als 2017. Die Beschäftigung ist um rund zwei Prozent gestiegen“, rechnete Mikl-Leitner vor. 608.000 Erwerbstätige im Jahresschnitt seien „so viele wie noch nie“ und 12.000 mehr als im Jahr 2017.

Haus der Digitalisierung in Tulln
Bis 2022 soll in Tulln ein Haus der Digitalisierung errichtet werden. Als eine Art Zwischenstufe auf dem Weg dorthin soll es demnächst ein virtuelles Haus der Digitalisierung geben. Dies solle eine Plattform werden, „auf der alle Informationen, Netzwerkpartner, Qualifizierungs-Maßnahmen sowie aktuelle Trends zum Thema Digitalisierung abrufbar sind“.

Erstes grenzüberschreitendes Gesundheitszentrum
In den vergangenen beiden Jahren bewährt habe sich die telefonische Gesundheitsberatung 1450 - monatlich wurden rund 2.500 Anrufer verzeichnet. Dieses Service werde in den nächsten Monaten personell ausgebaut und um neun auf 25 diplomierte Fachkräfte erweitert. Noch vor dem Sommer soll zudem in Gmünd der Spatenstich für das erste grenzüberschreitende Gesundheitszentrum in der EU erfolgen. Betreut werden sollen dort Patienten aus Niederösterreich und Tschechien.

Vorrang bei gemeinnützigen Wohnbau und mehr Förderung
Vorbereitet wurde im Rahmen der Klausur auch die künftige Wohnbau-Strategie für das Bundesland, drei Leitlinien wurden in diesem Bereich ausgearbeitet. Die Punkte zielen auf Vorrang für Niederösterreicher im gemeinnützigen Wohnbau, mehr Förderung für den Wohnbau im ländlichen Raum und die Schwerpunktsetzung auf Eigentum ab. Details sollen in den nächsten Wochen präsentiert werden.

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