20.01.2019 06:00 |

Herzgesundheit

Fitness für die „Pumpe“

Um das Herz leistungsfähig zu erhalten, braucht es neben gesunder Ernährung oder Stressmanagement auch ausreichend Bewegung. Es muss kein Leistungssport sein, Sie können regelmäßige Aktivität leicht in Ihren Alltag einbauen.

Es gibt zwar keine Wunderpille, aber ein einfaches Mittel, das gegen viele Ursachen von Herzleiden gleichzeitig wirksam ist, Beschwerden lindert, Fortschreiten verhindert und Besserung einleitet. Lediglich 150 Minuten Bewegung pro Woche verlängern das Leben, beugen Krankheiten vor. Am deutlichsten profitiert das Herz-Kreislauf-System von sportlicher Betätigung.

Lebensstil beeinflusst die Herzgesundheit
Eine Reihe von Risikofaktoren schädigen auf die Dauer unser wichtigstes Organ, führen zu Infarkt oder Insuffizienz - einem Zustand, in dem das Herz nicht mehr in der Lage ist, seine Pumpfunktion ausreichend zu erfüllen. Die Hauptursachen: Übergewicht, Stress, Diabetes, Bluthochdruck sowie erhöhte Blutfette. Durch Bewegung lassen sich all diese Risiken mindern. Regelmäßiges Training bewirkt Umstellung des Stoffwechsels, die nicht nur das Leben verlängert, sondern auch die Leistungsfähigkeit und das Wohlbefinden steigert. Das sympathische Nervensystem, das Herz und Blutgefäße steuert, entspannt sich, wodurch der Blutdruck absinkt. Gutes HDL-Cholesterin wird erhöht, „schlechtes“ LDL-Cholesterin reduziert. Die Fließeigenschaften des Blutes verbessern sich, es neigt dadurch weniger zu Verklumpungen und steigert die Durchblutung des Herzmuskels.

Welcher Sport ist geeignet?
150 Minuten pro Woche, am besten auf mehrere Tage verteilt, mit mittlerer Intensität - so lautet die Empfehlungen. Wer den gesundheitlichen Nutzen noch steigern möchte, erhöht den Zeitraum auf fünf Stunden pro Woche. Personen mit Herzerkrankungen sollten allerdings davor - besonders bei geplanten intensiveren Belastungen - medizinische Beratung einholen. Besonders geeignet sind Ausdauertraining wie Walken, Wandern, Skilanglauf, Radfahren oder Schwimmen. Zunehmend wird zusätzlich zu einem moderaten Krafttraining - sogar bei Patienten mit kardiovaskulären Erkrankungen - geraten. Kleine Bewegungseinheiten lassen sich auch in den Alltag einbauen. So kann man auf einfache Weise Schritt für Schritt mehr Fitness erlangen.

  • Verzichten Sie auf Rolltreppe und Lift. Je nachdem wie hoch Sie hinauf müssen, steigen Sie zumindest ein oder zwei Stockwerke früher aus.
  • Lassen Sie öfter das Auto stehen oder parken Sie bewusst ein Stück weiter weg. Gehen Sie kurze Distanzen zu Fuß oder fahren Sie mit dem Fahrrad.
  • Wenn Sie mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs sind, steigen Sie eine oder zwei Stationen vor dem Ziel aus.
  • Auch im Büro bieten sich Bewegungsmöglichkeiten: Greifen Sie nicht zum Telefon, sondern besuchen Sie Ihre Kollegen persönlich, wenn es etwas zu besprechen gibt.

Regina Modl, Kronen Zeitung

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