„Kette funktioniert“

Rückholhilfe: Meinl-Reisinger weist Kritik zurück

Außenpolitik
11.03.2026 22:47
Porträt von krone.at
Von krone.at

Außenministerin Beate Meinl-Reisinger hat zu Beschwerden Stellung bezogen, wonach ihr Ressort einige Österreicher bei der Ausreise aus dem Nahen Osten unzureichend unterstützt hätte. Das wollte die NEOS-Chefin so nicht stehen lassen ...

„Ich kann versprechen, dass ich mir diesen Fall ansehen werde“, erklärte Meinl-Reisinger in der „ZiB 2“, nachdem in der Sendung Österreicher zu Wort gekommen waren, die sich ihre Heimkehr selbst organisieren mussten.

Systematische Fehler in der Hilfestellung sehe die Ministerin aber nicht. „Diese Kette hat grundsätzlich gut funktioniert. Die Organisation einerseits über den Landweg mit den Bussen, andererseits dann mit Flügen.“ Dazulernen könne man jedoch immer. 

Ihr Ressort hätte zudem „relativ rasch“ darauf hingewiesen, dass nicht alle Österreicher mit gecharterten Maschinen ausgeflogen werden können. Das hätte vor allem mit der Situation vor Ort zu tun gehabt.

Nachfrage zuletzt stark gesunken
„Es war sehr schwer – vor allem gegen den Schluss – Landegenehmigungen bzw. Slots zu bekommen“, erklärte Meinl-Reisinger. Durch „persönlichen Einsatz“ hätte man es aber immer wieder geschafft, Österreicher aus der Kriegsregion zu holen – auch durch die Unterstützung von EU-Partnern. So sei es gelungen, mehr als 800 Personen „auszufliegen“.

Die Nachfrage nach den Ausreisehilfen hätte zuletzt stark nachgelassen: „Viele Maschinen waren nicht mehr voll gefüllt.“

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Solidarität erfordert die Mitarbeit von allen.

Beate Meinl-Reisinger

Österreichs Chefdiplomatin berichtete zudem von Fällen, wo sich Bürger für Bussitzplätze gemeldet hätten, aber nie aufgetaucht seien. In einem Fall seien nur 40 Personen für ein ausgebuchtes Fahrzeug (200 Plätze laut Meinl-Reisinger) erschienen. „Solidarität erfordert die Mitarbeit von allen“, so die Ministerin. Ähnliche Szenarien – wenn auch nicht in diesem Ausmaß – seien auch bei den angebotenen Flugzeugplätzen zu beobachten gewesen.

Dass die Hotline des Ministeriums streckenweise nicht erreichbar gewesen sei, hätte mit einer zeitweisen Überlastung der Leitung zu tun gehabt. „Also eine gute Leistung, aber lernen kann man immer“, erklärte die NEOS-Chefin abschließend. Auch heimgekehrte „Krone“-Leser bestätigten, dass die Kontaktaufnahme nicht immer reibungslos funktionierte.

Vom Außenamt organisierte Rückholflüge wurden bereits eingestellt. Der Fokus und die „oberste Priorität“ liege nunmehr in der Betreuung einzelner Personen mit besonderen – etwa medizinischen – Bedürfnissen, erklärte das Ministerium bereits am Sonntag.

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