Steuergelder-Grab

Saualm fast drei Mal so teuer wie andere Asyl-Quartiere

Österreich
09.02.2010 13:08
Die umstrittene "Sonderanstalt" auf der Kärntner Saualm ist im südlichsten Bundesland in jeder Hinsicht ein Sonderfall. Laut Medienberichten zahlt das Land der Betreiberin eine Pauschale für 25 Asylwerber, unabhängig davon, wie viele Menschen tatsächlich dort untergebracht sind. Des erhöhten Betreuungsaufwandes wegen macht die Pauschale 40 Euro täglich aus, für alle anderen Asylwerber werden lediglich 14,62 Euro pro Tag überwiesen.

1.000 Euro täglich, garantiert auf zwei Jahre, das ergibt 730.000 Euro. Für den Landessprecher der Grünen, Rolf Holub, ist das "reine Geldverschwendung", zumal die meisten Asylwerber das Quartier in der Einschicht schon nach wenigen Tagen wieder verlassen würden. Der Flüchtlingsbeauftragte des Landes, Gernot Steiner, konzediert, dass die Unterbringung auf der Saualm teurer ist, "aber die gesonderte Unterbringung ist in Kärnten so gewollt".

Derzeit seien nur 13 Asylwerber auf der Saualm untergebracht, erklärte Steiner. Aufgrund der 25-Personen-Pauschale, die in jedem Fall gezahlt wird, wird dadurch der ohnehin hohe Tagessatz rechnerisch annähernd verdoppelt. Weitere vier Asylwerber würden bald aus dem Erstaufnahmezentrum Traiskirchen eintreffen.

Landeshauptmann Gerhard Dörfler (FPK) sieht indes kein Problem: "Ich werde ganz sicher nicht bei der Sicherheit sparen." Er weist auch darauf hin, dass der Bund 60 Prozent der Kosten bezahle. Wenn das Verfahren länger als ein Jahr dauere, seien es sogar 100 Prozent.

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