Dreimal elf Punkte:

Der Hilferuf der Hebammen der KUK-Frauen-Ambulanz

Unter den „Hilferufen“ aus Med Campus III. und Med Campus IV. des Kepler Uni-Klinikums in Linz ist auch einer des Hebammen-Teams der Frauen-Ambulanz. Mit 19 Unterschriften melden sie formell eine „erhöhte Arbeitsbelastung/schwierige Arbeitssituation für den Zeitraum von 2012 bis dato“. Tatsächlich: 2012!

Elf Problemfelder, elf Ursachen, elf Verbesserungsvorschläge - die Sorgenliste der Ambulanz-Hebammen ist lang, siehe auch die Auszüge aus dem Originalschreiben unten anschließend. Sie bräuchten eine „den kontinuierlich steigenden Patientinnenfrequenzen entsprechende Personalsteigerung“, die auch Fehlzeiten berücksichtigt. Auch verlangen sie „bauliche Maßnahmen, die den Datenschutz gewährleisten, den Lärmpegel reduzieren“. „Sprachbarrieren“ seien „durch die Flüchtlingswelle rasant gestiegen“. Dazu Probleme bei der EDV-Umstellung und der Anstieg von Risikoschwangerschaften.

Unzufriedenheit durch lange Wartezeiten
Auch Patientinnen leiden, zeigt der Hilferuf, sind doch die Hebammen „permanent mit Unzufriedenheit der Patientinnen, fast ausschließlich durch lange Wartezeiten, konfrontiert“. Die Hebammen schreiben auch davon, dass Gefahrensituationen, die unverzügliches ärztliches Einschreiten erfordern würden, „nicht dementsprechend wahrgenommen werden“.

Erste Maßnahmen sind eingeleitet
Die KUK-Führung verweist auf erste Maßnahmen, siehe anbei Auszüge aus der Darlegung der KUK-Pflegedirektion. Und bei Abgabe der Mängelliste (12. Oktober 2018) sei für 23. Jänner bereits eine Besprechung fixiert gewesen, nämlich ein „Kick Off“ für die Berbeitung der Themenfelder.

Werner Pöchinger, Kronen Zeitung

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