Silvester-Zwischenfall

Sexattacke in Wien: Frau schlägt Täter spitalsreif

Wien
02.01.2019 13:04

Eine 21-jährige Schweizerin hat in der Silvesternacht am Rathausplatz in der Wiener Innenstadt einem 20-jährigen Afghanen die Nase gebrochen, der zuvor sie und andere Frauen immer wieder sexuell belästigt bzw. sie auch angefasst haben soll. Laut Polizei dürfte ihn das Belästigungsopfer reflexartig beim Umdrehen geschlagen haben. Der 20-Jährige blutete heftig, er wurde von der Rettung ins Krankenhaus gebracht. Angezeigt wurden sowohl der Täter als auch das Opfer.

Während der Silvesterfeierlichkeiten war es erneut zu Fällen von Sex-Übergriffen in der Innenstadt gekommen. Eine Gruppe von Touristen aus der Schweiz feierte am Rathausplatz - einem Fixpunkt im Programm des Wiener Silvesterpfades. Dabei soll sich der Afghane nebst anderen auch der jungen Frau zu nahe gekommen sein. Als er ihr schließlich ans Gesäß fasste, kassierte er unmittelbar von der herumwirbelnden Frau einen Schlag mitten ins Gesicht.

Verdächtiger wandte sich an Sicherheitsdienst 
Zeugen riefen gegen 1.30 Uhr die Polizei. Da seine Nase stark blutete, wandte sich auch der mutmaßliche Täter an den Sicherheitsdienst, der die Rettung verständigte.

(Bild: APA/Hans Punz)

Mehrere Frauen begrapscht
„Zeugen sagten aus, dass mehrere Frauen von dem Afghanen begrapscht worden waren“, erläuterte Polizeisprecher Harald Sörös am Mittwoch. Der 20-Jährige erhielt eine Anzeige wegen sexueller Belästigung.

(Bild: APA/HANS PUNZ)

Auch Opfer angezeigt
Der Treffer im Gesicht dürfte laut Polizei auf einen Schutzreflex des Opfers zurückzuführen gewesen sein. Die 21-Jährige erhielt dennoch von Amts wegen eine Anzeige wegen Körperverletzung.

(Bild: APA/GEORG HOCHMUTH)

Fünf Anzeigen wegen Sex-Übergriffen
Nach einer vorläufigen Bilanz der Polizei gab es am diesjährigen Silvesterpfad in Wien insgesamt fünf Anzeigen wegen Körperverletzung (eine davon durch pyrotechnische Gegenstände) und fünf wegen sexueller Belästigung. Weitere acht Anzeigen sowie etliche Organstrafverfügungen wurden wegen illegaler Verwendung von Pyrotechnik ausgestellt.

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