200 Millionen Dollar
Erneut satte Boni für gerettete AIG-Manager
Die vorgezogenen Bonuszahlung würden allerdings nur an Beschäftigte gehen, die vorher zugesichert hätten, im Gegenzug auf 10 bis 20 Prozent ihres vertraglichen zugesicherten Sondersalärs zu verzichten, schreibt die "Washington Post".
Insgesamt sollen nahezu 200 Millionen Dollar ausgezahlt werden. Der restliche Betrag gehe im März an diejenigen Mitarbeiter, die nicht zu einem Verzicht bereit gewesen seien, hieß es. Mit dem Abschlag und der zeitlich versetzten Auszahlung versucht die AIG-Führung, einen Aufruhr wie im vergangenen Jahr zu verhindern.
Heftige Kritik von Obama
Damals hatten ähnliche Bonuszahlungen von mehr als 160 Millionen Dollar in den USA für einen Sturm der Entrüstung in der Öffentlichkeit gesorgt. US-Präsident Barack Obama verurteilte überzogene Managergehälter scharf und versprach Obergrenzen bei staatlich gestützten Unternehmen. Zugleich wollte die US-Regierung einen Teil der Bonuszahlungen zurückholen, stieß dabei aber auf Hürden in den Arbeitsverträgen.
Etliche AIG-Manager beteuerten damals, ihre Boni freiwillig zurückgeben zu wollen. Mittlerweile hat sich aber herausgestellt, dass nicht einmal die Hälfte des versprochenen Geldes zurückgeflossen ist. In Verhandlungen hat der von Obama eigens eingesetzten Chefberater für Managervergütungen, Kenneth Feinberg, zumindest auf eine Reduzierung der bevorstehenden Bonuszahlungen gedrängt. Bereits im Juli hatte die "Washington Post" über die Gespräche zwischen Feinberg und dem AIG-Management berichtet.
182 Milliarden vom Staat
Die US-Regierung hatte mehr als 182 Milliarden Dollar in AIG gepumpt, um den Konzern auf dem Höhepunkt der Finanzkrise vor dem Zusammenbruch zu bewahren, und war dadurch mit knapp 80 Prozent zum größten Anteilseigner aufgestiegen.
Mit Verkäufen versucht das neue AIG-Management um Robert Benmosche nun, zumindest einen Teil der Staatshilfe zurückzuzahlen. Für 2008 hatte der Konzern einen in der US-Geschichte einmaligen Verlust von knapp 100 Milliarden Dollar ausgewiesen - für 2009 stehen die Zahlen noch aus.
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