Mega-Datenklau

Millionen-Schaden durch Betrug mit Emissionsrechten

Ausland
03.02.2010 08:08
Das deutsche Umweltbundesamt (UBA) hat am Mittwoch einen drei Millionen Euro schweren Schaden durch Betrugsangriffe auf den Handel mit Emissionsrechten bestätigt. Von 2.000 Zertifikate-Nutzern hätten sieben auf E-Mail-Anfragen der Betrüger reagiert. Dabei haben ihnen die Betrüger - wie beim Phishing im Online-Banking bekannt - Konto-Zugangsdaten herausgelockt.

Um einen typischen Angriff auf die Internet-Plattform habe es sich damit nicht gehandelt. Abgewickelt worden sei das über ein dänisches Konto, wie es hieß. Betroffen seien 250.000 Zertifikate im aktuellen Börsenwert von 12 Euro je Stück.

Die "Financial Times Deutschland" hatte über einen groß angelegten Datendiebstahl und Hacker-Angriff auf den Emissionshandel berichtet. Die betroffenen Behörden bearbeiteten derzeit ihre Sicherheitssysteme. Der Rechtehandel über Broker oder die Energiebörse EEX sei zwar nicht beeinträchtigt. Die dabei notwendigen Eintragungen in amtliche Datenbanken seien aber derzeit unmöglich.

Im Emissionshandel wird der nach EU-Recht in den einzelnen Mitgliedsstaaten zulässige nationale Höchstausstoß von Kohlendioxid auf die Kraftwerksindustrie und andere Industriezweige verteilt. Wer aufgrund einer höheren Produktion mehr CO2-Emissionsrechte benötigt, kann sie sich bei anderen Marktteilnehmern ersteigern.

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