Nach Obama-Absage
Spanien will EU-USA-Gipfel nun ganz streichen
Das US-Präsidialamt hatte zuvor bestätigt, dass der Präsident im Frühjahr nicht zu einem Gipfeltreffen mit EU-Vertretern nach Europa reisen werde. Dies ändere aber nichts an den guten Beziehungen der USA zu Spanien und der Europäischen Union.
Enttäuschung für die EU
Die Absage aus Washington trifft die EU in einer Phase, in der sie mit der neuen Außenvertreterin Catherine Ashton und einem gemeinsamen diplomatischen Dienst mehr Profil auf der Weltbühne zeigen will. Obamas Absage ist deshalb nicht nur für Spanien eine Enttäuschung, das das Spitzentreffen als einen Höhepunkt seiner Präsidentschaft geplant hatte, sondern auch für die EU. Ashton hatte bei ihrem Antrittsbesuch in Washington im Dezember die Bedeutung der Zusammenarbeit Europas mit den USA betont.
Obama will sich um Innenpolitik kümmern
In Washington wiesen US-Vertreter darauf hin, dass Obama im vergangenen Jahr sechsmal in Europa gewesen sei. Der Präsident wolle angesichts der innenpolitischen Probleme weniger reisen, deutete ein amerikanischer Diplomat an. EU-Vertreter sind jedoch der Auffassung, Obama sei vom EU-USA-Gipfel mit allen 27 Staats- und Regierungschefs in Prag im Juni letzten Jahres nicht gerade begeistert gewesen.
Als negatives Signal werteten die Europäer auch den Umstand, dass der US-Präsident nicht an einem Essen mit den EU-Chefs bei deren Gegenbesuch in Washington im November teilnahm. "Er scheint nicht so interessiert zu sein an Europa wie Europa an den Vereinigten Staaten", hieß es.
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