Skandal bei Kammer

Buchhalter soll rund 350.000 Euro abgezweigt haben

Vorarlberg
12.02.2010 10:02
Jener langjährige Mitarbeiter der Vorarlberger Ärztekammer, der Gelder unterschlagen haben soll, hat seinen Arbeitgeber offenbar um eine größere Summe betrogen, als bisher angenommen. Laut einem Bericht hat sich der Betrag nahezu verdoppelt und liegt nun bei rund 350.000 Euro. Über den Verdächtigen wurde Untersuchungshaft verhängt.

Der Fall war Anfang Februar bekannt geworden. Der Mann soll seine Vertrauensstellung in der Ärztekammer missbraucht und über mehrere Jahre Gelder abgezweigt haben, hieß es zunächst. Er steht im Verdacht, seit 2002 erfundene Geschäftsfälle zu seinen Gunsten verbucht zu haben. 

Als erste Verdachtsmomente aufkamen, ließ die Ärztekammer ihre Buchhaltung von einem externen Prüfer untersuchen, dabei kamen die Betrügereien zutage. Die Ärztekammer entließ den Mann fristlos.

Der Buchhalter habe seine Machenschaften im Grundsatz gestanden. Bei den Einvernahmen durch die Polizei sei man dann aber auf noch größere Betrugssummen gestoßen, wurde der Feldkircher Staatsanwalt Franz Pflanzner in dem Bericht zitiert.

Seit Donnerstag sitzt der Beschuldigte in der Justizanstalt Feldkirch in Untersuchungshaft.

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