18.12.2018 16:25 |

Streit entbrannt:

Feinstaubproblem in der Steiermark reißt nicht ab

Zu viel Dreck in der Luft wird von Leoben über Naas bis Zeltweg gemessen. Österreichweiter Spitzenreiter in Sachen Feinstaub ist aber einmal mehr Graz. Die Grünen werfen den zuständigen Politikern von Land und Stadt „Totalversagen“ vor und drängen vehement auf eine Verkehrswende samt autofreier Tage.

Am Dienstag wurde in Graz mit dem 35. Feinstaub-Überschreitungstag einmal mehr das Limit der EU erreicht. Damit liegt die steirische Landeshauptstadt bundesweit an unrühmlicher erster Stelle. Mit zu viel Dreck in der Luft kämpft man aber auch in beinahe allen steirischen Bezirken.

Autofreie Tage gefordert
Verkehrsbeschränkende Maßnahmen wären laut der grünen Umweltsprecherin Sandra Krautwaschl das Gebot der Stunde, die Grazer Parteikollegin Tina Wirnsberger fordert eine „echte Verkehrswende“ inklusive autofreien Tagen.

Zu viel Stickstoffdioxid
Der jetzt erschienene Jahresbericht der Landesabteilung „Luftreinhaltung“ für 2017 birgt aber noch weiteren Zündstoff: „Auch der Grenzwert für Stickstoffdioxid wurde überschritten. Ein Vertragsverletzungsverfahren läuft, Geldstrafe drohen“, erinnert Krautwaschl.

Landesrat Anton Lang relativiert
Ein „Totalversagen“ will sich der zuständige Landesrat Anton Lang (SPÖ) nicht vorwerfen lassen: „Wir haben in den letzten Jahren 40 Millionen Euro in die Verbesserung der Luftgüte investiert!“

Die Bemühungen würden auch längst Früchte tragen: „Die Feinstaubbelastung geht seit zehn Jahren stetig zurück“, betont Lang.

Barbara Winkler
Barbara Winkler
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