Zornige Passagiere

ÖBB-Lok gab auf der Südbahn völlig den Geist auf

Niederösterreich
30.01.2010 17:44
Mitten auf der Südbahn-Strecke ist Samstag früh eine ÖBB-Lok bei Wiener Neustadt völlig "eingegangen". Da es bis zum Eintreffen einer Ersatz-Maschine zu lange gedauert hätte, versuchte man die marode Lok provisorisch zu reparieren – danach ging es aber fast nur noch im Schritttempo bis nach Gloggnitz weiter. Dort wartete eine neue Lok, die mit den verärgerten Fahrgästen weiterfuhr.

"Uns verging die Freude am Fahren, als wir dann in Leoben wieder standen und auf einen anderen Zug aus Wien warten mussten“, so eine der erbosten Passagierinnen in dem Pannenzug. Die Wienerin hatte extra einen "schnellen" Zug um 6.30 Uhr früh in die Steiermark genommen, um sich die Autofahrt zu ersparen. Doch statt einer entspannten und kurzen ÖBB-Reise verbrachte sie den ganzen Vormittag voller Zorn im Zug.

Passagiere haben Recht auf Entschädigung
Eine ÖBB-Sprecherin: "Die Verspätung betrug 92 Minuten." Die verärgerten Bahnfahrer ließen sich eine Bestätigung über den Zeitverlust geben und wollen nun einen Teil ihres Geldes zurück. Denn seit dem 3. Dezember sind die neuen Fahrgastrechte in Kraft. ÖBB-Kunden haben ein Recht auf finanzielle Entschädigungen bei groben Verspätungen.

von Erich Schönauer, Kronen Zeitung
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