In einer emotionalen Rede vor rund 500 Delegierten aus ganz Österreich ritt Generalsekretär Stefan Petzner Attacken gegen die früheren Parteifreunde von der FPK: "Die jetzige Führung hat bei der Wahl noch plakatiert: Wir passen auf dein Kärnten auf! Bei dieser Garantie von Gerhard Dörfler, Uwe Scheuch und Harald Dobernig muss ein Rückgaberecht eingefordert werden.“
Bucher: "Totentanz ist abgesagt"
BZÖ-Chef Josef Bucher gab sich in seiner ausführlichen Rede sehr kämpferisch. Er strich die Verantwortung hervor, die er als "Kapitän" trage, daher sei für ihn ein Verlassen des BZÖ undenkbar gewesen. Bucher: "Wir lassen uns nicht umbringen, der Totentanz ist abgesagt."
Heftige Attacken gab es erneut gegen die "Verräter" rund um die Gebrüder Scheuch. Landeshauptmann Gerhard Dörfler unterstellte er, seine Funktion als Regierungschef nicht wahrzunehmen und sich "in einer geistigen Untermiete des Herrn (Uwe, Anm.) Scheuch" zu befinden.
"Niemand darf sagen, Haider hätte es so gewollt"
Die Schwester von Jörg Haider, Ursula Haubner, hatte zuvor von den Delegierten gefordert, die Politik ihres Bruders fortzusetzen. Mit diesem Gründungskonvent finde Haiders Politik seine Fortsetzung. In Richtung FPK meinte die Abgeordnete: "Es hat von denen, die sich von uns verabschiedet haben, niemand das Recht zu sagen, Jörg Haider hätte es so gewollt."
Ex-Büroleiterin Dörflers bleibt orange
Völlig überraschend wurde beim Gründungskonvent die jetzige Bezirkshauptfrau von St. Veit, Claudia Egger - einst Büroleiterin bei Gerhard Dörfler -, als Vorsitzende des Parteischiedsgerichts vorgeschlagen und gewählt. Der Landesparteivorstand soll erst konstituiert werden, wenn in allen Kärntner Bezirken Bezirksgruppen gebildet sind, kündigte Bucher an.
SPÖ-Reaktion: "Ehemalige Buberlpartie"
Kritisch die Reaktion von SPÖ-Chef Reinhart Rohr: Die ehemalige Buberlpartie um Petzner könne sich nicht von der Verantwortung um den Schaden, den sie Kärnten zugefügt hätte, davonstehlen. "Außer Schimpftiraden vom Stapel zu lassen, hat das BZÖ nichts aufzuwarten. Mit einer solchen Truppe ist kein Staat auch kein Land zu machen", ätzte FPK-Landesgeschäftsführer Gernot Schick. Zudem sei der Zustrom von Kärntnern zur BZÖ-Veranstaltung äußerst spärlich gewesen.
Für die momentane finanzielle Situation Kärntens sei das System BZÖ mitverantwortlich, so ÖVP-Landeschef Josef Martinz. Die Verantwortung dafür könne Neo-Obmann Bucher nicht einfach von seiner Partei wegschieben.
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