Bei der Konkurseröffnung gegen den Juristen haben sich Gläubiger mit etwa 900.000 Euro Forderungen angemeldet. Der angenommene Schaden im Strafverfahren, das in zwei Wochen beginnt, ist zwar geringer – aber immer noch hoch genug, um den Kärntner ins Gefängnis zu bringen. Ihm drohen bis zu zehn Jahre Haft; in vergleichbaren Fällen am Klagenfurter Landesgericht wurden bereits unbedingte Strafen verhängt.
Immerhin hat er als Rechtsanwalt eine einmalige Vertrauensstellung missbraucht, indem er sich an Konten seiner Mandanten bedient hat, um seinen Lebensstil zu finanzieren. Mittlerweile hat er deswegen natürlich auch seine Zulassung als Anwalt verloren; ein Masseverwalter wickelt die letzten Geschäfte ab.
Gerüchte, wonach dieser Masseverwalter gleichzeitig auch der Verteidiger seines Kollegen sein soll, sind nicht wahr. "Das wäre auch gar nicht denkbar. So etwas muss strikt getrennt sein", heißt es aus der Kanzlei des betroffenen Juristen.
von Kerstin Wassermann, "Kärntner Krone"
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