An die 100.000 Passagiere befördert die AUA jährlich zwischen Wien und Klagenfurt. Ein Minusgeschäft, bei dem die AUA, wie jetzt durchgesickert ist, etwa 1,5 Millionen Euro verliert. Viel Geld, dass auch Landeshauptmann Gerhard Dörfler keinesfalls zuschießen will, "nur" damit die AUA weiter fliegt.
"Die Konkurrenz wartet schon. Andere Airlines haben bereits schriftlich ihr Interesse bekundet, um die Strecke zu übernehmen“, signalisiert Dörfler bei den Verhandlungen mit der AUA, keine Kompromisse eingehen zu wollen. Denn am 2. Februar treffen sich Vertreter des Airports, des Landes, der Wirtschaftskammer und der Industriellenvereinigung mit dem AUA-Vorstand in Klagenfurt, um zu besprechen, wie es mit der Anbindung weitergeht.
"Wir haben den Auftrag, das Unternehmen zu sanieren. Die Strecke könnte ja unter allen Airlines ausgeschrieben werden", lässt sich auch AUA-Sprecher Martin Hehemann nicht in die Karten blicken.
"Kärnten braucht eine Wien-Anbindung"
Dass die Einsätze im Poker zwischen dem Land und der AUA um die Flüge hoch sind, weiß Flughafen-Chef Johannes Gatterer: "Kärnten braucht unbedingt eine Wien-Anbindung als Sicherung für den Standort. Sonst kommen die Passagiere nicht in die Welt." Ein Argument, dass auf ein Zugeständnis der AUA hoffen lässt: Denn 60 Prozent der Passagiere steigen in Wien um; viele davon fliegen mit AUA-Fliegern weiter. Und dabei verdient die Fluglinie.
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.