Österreichweit für Schlagzeilen sorgte das mit Stacheldraht bewehrte Quartier für „auffällig gewordene“ Flüchtlinge in Drasenhofen. Landeschefin Mikl-Leitner ließ es, wie berichtet, schließen. Sie fordert morgen eine Erklärung vom fürs Asylwesen zuständigen Landesrat Waldhäusl (FP). Der gibt nicht klein bei.
Morgen am späten Vormittag wird es so weit sein. Im Regierungsviertel in St. Pölten muss Gottfried Waldhäusl zum Rapport antreten. Nach den unrühmlichen Vorkommnissen rund um das Quartier für junge Asylwerber - laut Waldhäusl allesamt „Unruhestifter - in Drasenhofen soll der FP-Landesrat der Landeshauptfrau Rede und Antwort stehen. Sie fordere eine Erklärung, was zu der Eskalation geführt habe, hat Johanna Mikl-Leitner angekündigt.
Doch Waldhäusl kontert: “Auch ich werde in der Regierungssitzung einige Fragen aufwerfen.„ Es sei keine Gefahr in Verzug gewesen. “Bis vor knapp zwei Jahren war in dem Gebäude die Grenzpolizei untergebracht. Für die Beamten war es gut genug. Warum für Flüchtlinge nicht?„, so der streitbare Freiheitliche. Auch will er über rechtliche Belange Auskunft: “Gibt es in diesem Fall einen Betreuungsvertrag mit der Caritas?"
Christoph Weisgram, Kronen Zeitung
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