03.12.2018 10:27 |

Nachwuchs-Ass

Fast olympiareif

Obwohl Breakdance keine anerkannte Sportart in Österreich ist, schaffte es Tobias Winkler aus Adnet ins Salzburger Schulsportmodell. Die Teilnahme an den Olympischen Jugendspielen in Argentinien verpasste der 17-Jährige zuletzt zwar, dafür „bedankte“ er sich heuer mit Bronze bei der Europameisterschaft für die Hilfe in „Klub“ und Schule.

„Daheim hab ich im Wohnzimmer immer Kopf- und Handstände gemacht“, erinnert sich Tobias Winkler an seine sportlichen Anfänge. Also steckte ihn die Mama mit neun Jahren in einen Breakdance-Kurs. Es sollte aber noch drei Jahre dauern, bis sich der Blondschopf festlegen sollte. “Sonst hab ich viel ausprobiert: Fußball, Tennis, Skifahren und Judo.“ 2012 startete Tobi, Spitzname „Bboy Ibot“, durch. Und lernte im Tanzzentrum SEAD Coach Patrick Grigo kennen. Eine Partnerschaft, die bis heute hält. Vor zwei Jahren gründeten er und Kollegen in Schallmoos die Gruppe UFA (United Flavors of Austria), versuchen als Team zum Erfolg zu kommen. Was etwa heuer bei der Europameisterschaft gelang, wo man prompt Bronze holte. Dass der Wahl-Salzburger überhaupt Unterstützung erfährt, ist nicht selbstverständlich. Breakdance ist in Österreich nicht als Sport anerkannt. „Anfangs wurde ich im SSM gleich abgewiesen." Als er in der HTL feststellte, dass sich das Training nicht mehr ausgeht, fragten die Eltern erneut an, diesmal fiel die Antwort positiv aus.

Heuer wurde Breakdance ins Programm der Olympischen Jugendspiele aufgenommen, Tobias hat die Quali 2017 in Essen nur hauchdünn verpasst. „Vielleicht war ich damals noch nicht so weit.“ Internationale Einsätze bleiben aber im Fokus. „Man kann sogar leben von Breaken und das ist mein großes Ziel!“ Dafür trainiert Tobias auch sechsmal pro Woche - insgesamt bis zu 25 Stunden.

Walter Hofbauer
Walter Hofbauer
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