24.01.2010 17:25 |

Anrainer in Angst

Neue Werte für den Fluglärm gefährden die Gesundheit

In wenigen Tagen läuft die Begutachtungsfrist für neue Werte beim Fluglärm ab – im Jahresdurchschnitt sollen das bei Tag 62 Dezibel und bei Nacht 52 Dezibel sein. Werte, die aber laut Medizinern schwere gesundheitliche Schäden verursachen können. Kein Wunder, dass es in Wien bereits zahlreiche Proteste dagegen gibt.
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Einer kommt von der FP. Fluglärmsprecher Toni Mahdalik hält der SP vor, dass sie im Jahr 2005 (damals noch in der Opposition) einen durchschnittlichen Dauerschallpegel von 55 Dezibel bei Tag und 45 bei Nacht gefordert hatte und nun nichts mehr davon wissen wolle. Die Initiative für die umstrittenen neuen Werte kommt nämlich von SP-Ministerin Doris Bures.

Negative Beeinflussung der Entwicklung von Kindern
Was nicht nur die FP, sondern auch die Bürgerinitiativen gegen Fluglärm auf die Barrikaden treibt, ist eine alarmierende Studie des Sozialmediziners Eberhard Greiser, der nachweist, dass sich bereits ab einem Lärmpegel von 40 Dezibel das Risiko für verschiedene Krankheiten wie Schlaganfälle und Depressionen deutlich erhöht. Und bei 45 Dezibel die kognitive Entwicklung bei Kindern – das sind Lernen, Denken, Erinnern – nur noch durchschnittlich sei. Laut WHO sind schon ab 30 Dezibel in der Nacht negative Auswirkungen auf die Gesundheit zu beobachten.

"Zerstörung der Lebensqualität und Gesundheit"
Martin Tögel, Wiener Kämpfer gegen Fluglärm: "Kommt die Verordnung in der eingereichten Form, wäre damit ein weiterer Schritt in Richtung hemmungsloser Zerstörung der Lebensqualität und Gesundheit durch Fluglärm gesetzt."

von Erich Vorrath, Kronen Zeitung

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