Do, 21. Februar 2019
21.11.2018 17:00

Pistole und Messer

Schüler bedrohten Fahrgäste in Schulbus mit Waffe

Panik in einem Innviertler Schulbus: Zwei Burschen (15 und 16) bedrohten dort 40 Mitschüler mit einer Gasdruckpistole, einem Butterflymesser und einem 40 Zentimeter langen Überlebensmesser. Zwei Polizeistreifen stoppten den Bus, es wurde niemand verletzt. Die Waffen hatte der jüngere Schüler seinem Vater gestohlen.

Folgende Anzeige ging am Dienstag bei der Polizei Ach Hochburg ein: Auf der Fahrt im Schulbus seien zwei Burschen gesessen und hätten zuvor mit einer Pistole Zielübungen im Bus veranstaltet. Hierbei hätten sie zwischen den Sitzreihen wahllos auf Fahrgäste gezielt. Weiters habe einer der Burschen ein Butterflymesser sowie ein etwa 40 cm langes Überlebensmesser aus der Schultasche gezogen und damit hantiert. Zu dieser Zeit saßen etwa 40 Fahrgäste im Bus. Noch während der Fahrt hätte einer der beiden mit den Fingern eine Waffe gebildet und drohend auf Fahrgäste gedeutet.

Zwei verdächtige Burschen gefasst
Im Zuge der Anzeigeerstattung wurde von der Polizeiinspektion Ach Hochburg eine Anhaltung des Busses durch Streifen der Polizeiinspektion Ostermiething und Eggelsberg veranlasst, wobei dieser aber bereits leer war. Der Polizei gelang es aber dennoch zwei verdächtige Burschen, im Alter von 15 und 16 Jahren, auszuforschen.

Gasdruckpistole von Vater gestohlen
Beide wurden an ihren Wohnorten angetroffen und sofort befragt. Der 15-Jährige gab an, am 17. November eine Gasdruckpistole aus dem versperrten Kasten seines Vaters genommen zu haben. Anschließend habe er ein Überlebensmesser, ein Butterflymesser sowie die Waffe in seine Schultasche gepackt und sei damit in die Schule gefahren. Diese deponierte er dort in einem Spind.

Aus Angeberei gehandelt
Auf dem Nachhauseweg im Bus nach Ach Hochburg habe er dann sein Arsenal aus Angeberei seinem Freund öffentlich gezeigt. Sein 16-jähriger Freund entnahm auch die Waffe aus dem Tragekoffer. Weiters gab er an, dass der 16-Jährige im Bus zum Spaß sagte, er würde die Personen vor ihm ohne weiteres erschießen beziehungsweise erstechen.

Auf freiem Fuß angezeigt
Die Messer sowie die Waffe wurden von der Polizei sofort an Ort und Stelle abgenommen. Die Jugendlichen werden nach Abschluss der Erhebungen bei der Staatsanwaltschaft Ried im Innkreis und bei der Bezirkshauptmannschaft Braunau am Inn auf freiem Fuß angezeigt.

 krone.at
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