Um wieder ein Gleichgewicht zwischen Wild und Wald herzustellen, will der zuständige Landeshauptmann-Stellvertreter Anton Steixner in enger Zusammenarbeit mit Landesjägermeister Karl Berktold die Abschusspläne für das Tiroler Rotwild erhöhen. Im Jagdjahr 2009 - endet am 31. März - müssen 13.532 Stück Rotwild erlegt werden, die Abschussquote wurde bereits um 5 Prozen erhöht. "Wir liegen gut im Plan, 11.149 Tiere wurden bisher schon erlegt", zeigt Berktold auf.
Jagd wird schwieriger: Hobbys der Menschen vertreiben Tiere
Er verweist darauf, dass die Bejagung immer schwieriger wird. Grund: Der natürliche Lebensraum des Wildes wird durch die Freizeitaktivitäten der Menschen immer mehr eingeengt. "Während des Tages zieht sich das Rotwild in die Wälder zurück, außerdem wandert es immer weiter hinauf. Ins offene Gelände tritt das Wild dann nur mehr zur Nachtzeit - und genau das macht eine Bejagung immer schwieriger", erklärt Landeshauptmann-Stellvertreter Anton Steixner.
Land sucht nach weiteren Mitteln als klassische Jagd
Das Land wird zudem eine Studie in Auftrag geben, die aufzeigen soll, mit welchen weiteren Maßnahmen der Rotwild-Bestand noch reduziert werden kann. "Es gibt zum Beispiel Überlegungen, die Winterfütterung umzustellen", sagt Steixner.
Wo es zu viel Rotwild gibt, tauchen auch viel häufiger Krankheitsfälle auf - wie zuletzt im Bezirk Reutte. Doch dort hat man die Lage mittlerweile gut im Griff, 375 der zusätzlich 500 erlegten Tiere wurden dort geschossen. Tirolweit gibt es laut Karl Berktold übrigens 16.000 aktive Jäger, darunter 150 Berufsjäger.
von Markus Gassler, Tiroler Krone
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