Sorgfalt gefordert:

Landesjagdverband warnt Jäger vor der „Hasenpest“

Es gibt offenbar schon Wildbret-Händler, die mit einem Verweis auf die bakterielle Infektionskrankheit Tularämie („Hasenpest“) nun auch in Oberösterreich kein Hasenfleisch mehr einkaufen wollen. Das sorgt bei Jägern und Konsumenten für gewisse Verunsicherung.

Noch kein Fall in Oberösterreich
„In Oberösterreich hat es heuer aber noch keinen Fall von ,Hasenpest‘ gegeben“, betont Christopher Böck, Wildbiologe des Landesjagdverbands.  Die Reaktion der Wildbret-Händler sei daher maßlos übertrieben.

Aufruf zu Sorgfalt
Der Landesjagdverband hat aber Schreiben an jeden Jagdleiter geschickt, in dem zu besonderer Sorgfalt aufgerufen wird. „Es geht darum, dass etwa beim ,Aufbrechen‘ eines Hasen Handschuhe angezogen werden sollten“, erklärt Böck. Auch die Verwendung von Staubmasken sei für den Selbstschutz kein Fehler. Die Übertragung erfolgt durch Kontakt- oder Schmierinfektion. Jäger können aber relativ leicht erkennen, wenn Hasen an Tularämie erkrankt waren. Böck: „Die Milz ist stark vergrößert.“

2017 gab’s vier Fälle
Landessanitätsdirektor Georg Palmisano bestätigt, dass es 2018 in OÖ noch keine Erkrankungsfälle durch Infektionen gegeben habe. 2017 waren es  insgesamt vier. Unbehandelt kann eine Ansteckung auch tödlich enden.

Jürgen Pachner/Kronen Zeitung

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