Affäre mit Teenager
“Mrs Robinson” legt Mandat als Abgeordnete nieder
Auch ihr Ehemann Peter Robinson zog bereits Konsequenzen aus den Enthüllungen über eine Affäre seiner Frau mit einem 40 Jahre jüngeren Mann und mögliche finanzielle Begünstigungen ihres Liebhabers und kündigte am Montag den vorübergehenden Rückzug aus der Politik an. Er erklärte, sich eine sechswöchige Auszeit zu nehmen und sich seiner Familie zu widmen.
Die Robinson-Affäre
Die Affäre ist mehr als pikant: Iris Robinson wird nicht nur der Seitensprung mit dem heute 21 Jahre alten Kirk McCambley aus Belfast vorgeworfen, sie soll von Geschäftsleuten mehrere zehntausend Pfund eingesammelt haben, um ihrem Liebhaber bei der Eröffnung eines Cafés zu helfen. Rund 5.000 Pfund sollen dabei in ihre eigene Tasche geflossen sein.
Auch entschied sie als Vorsitzende eines Gremiums über Zuschüsse, die McCambley für die Eröffnung des Restaurants erhielt. Dabei machte sie allerdings nicht bekannt, dass sie auch privat mit dem Antragsteller bekannt war.
Katholisch-protestantische Koalition wackelt
Die ganze Geschichte hat die Robinsons nicht nur zum Gespött der Öffentlichkeit gemacht, sie droht sich zu einer politischen Krise auszuwachsen, die den Friedensprozess in Nordirland gefährden könnte. Die Koalition der protestantischen DUP unter Robinson mit der katholischen Sinn Fein steht ohnehin schon auf wackeligen Füßen. Belastet wird das Verhältnis der Regierungspartner unter anderem auch durch Robinsons Weigerung, mehr Vollmachten für die Justiz von London nach Belfast zu übertragen.
Die politischen Spannungen gehen auch mit jüngsten Anschlägen von IRA-Dissidenten einher. Im vergangenen Jahr kamen dabei zwei Soldaten und ein Polizist ums Leben. Am Freitag wurde ein Polizist bei einem Bombenanschlag schwer verletzt. Der 33-Jährige schwebte am Wochenende weiter in Lebensgefahr. Die Irisch-Republikanische Armee hatte 1997 eine Waffenruhe verkündet - viele ihrer radikalen Anhänger akzeptieren diese jedoch bis heute nicht.
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