02.11.2018 18:17 |

Ungewöhnliche Maßnahme

Kolumbien will Drogenbauern den Strom abdrehen

Kolumbiens Generalstaatsanwalt will den mächtigen Verbrechersyndikaten des südamerikanischen Landes mit ungewöhnlichen Maßnahmen das Geschäft vermiesen. In den Drogenanbaugebieten solle der Staat die Versorgung mit Elektrizität, Strom und Zement kontrollieren, sagte Nestor Humberto Martinez am Freitag im Radiosender Caracol. „Wo sie Drogen anbauen, sollten wir ihnen den Strom abdrehen.“

Im Department Cauca im Südwesten des Landes würden Verbrechersyndikate beispielsweise große Gewächshäuser für den Anbau von Marihuana betreiben. „Wenn sie keine Energie haben, ist es vorbei mit dem Anbau“, sagte Martinez. Zudem sollten die Behörden in den Drogenanbaugebieten die Lieferung von Benzin und Zement kontrollieren. Beides wird benötigt, um aus den Blättern der Koka-Pflanze in den Busch-Laboren reines Kokain herzustellen.

Kolumbien ist vor Peru und Bolivien der größte Kokainproduzent weltweit. Nach UN-Angaben stieg die Anbaufläche zuletzt auf 2170 Quadratkilometer. Das entspricht einer potenziellen Kokablätterernte, aus der knapp 1400 Tonnen Kokain mit einem Marktwert von 2,7 Milliarden Dollar (2,3 Mrd. Euro) gewonnen werden können.

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