Rekord-Minus
Deutsche Wirtschaft in schlimmster Krise seit 1945
Mit dem Rückgang um 5,0 Prozent fiel die Rezession mehr als fünfmal so stark aus wie beim bisher stärksten Einbruch während der Ölkrise im Jahr 1975. Damals war ein Minus von 0,9 Prozent verzeichnet worden. Noch im Jahr 2008 war die deutsche Wirtschaft um 1,3 Prozent gewachsen, ein Jahr zuvor noch um 2,5 Prozent.
Aussichten besser
Doch Besserung ist in Sicht: Bereits im Sommer hatte sich das Ende der Rezession angekündigt, im zweiten Quartal wuchs die deutsche Wirtschaft erstmals seit Anfang 2008 wieder - um 0,4 Prozent im Vergleich zum Vorquartal. Im dritten Quartal sorgten kräftige Investitionen dank staatlicher Konjunkturprogramme und der wieder anziehende Export für 0,7 Prozent Zuwachs beim realen BIP. Das holte die deutsche Wirtschaft endgültig aus der Rezession. Der Absturz im Gesamtjahr war jedoch nicht mehr zu verhindern.
Staatsverschuldung sprengt EU-Defizitlimit
Im Gegenzug ließen die Konjunkturmaßnahmen der Merkel-Regierung die Staatsverschuldung erstmals seit vier Jahren über das EU-Defizitlimit von 3 Prozent steigen. Aufgrund der schlechten Wirtschaftslage fielen die Staatseinnahmen nämlich um 2,2 Prozent gegenüber 2008, während die Ausgaben um fünf Prozent anstiegen.
Wirtschaft wächst 2010 wieder
Für 2010 erwarten Volkswirte nach den positiven Zahlen der letzten Jahresquartale, dass die deutsche Konjunktur weiter an Fahrt gewinnen und die Folgen der Krise zunehmend hinter sich lassen wird. Die Wachstumsprognosen reichen von 1,6 Prozent bis 2,3 Prozent.
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