Lärmschutzwand

Langkampfen muss zahlen, “hat aber nichts mitzureden”

Tirol
13.01.2010 08:27
Die lärmgeplagten Anrainer der ÖBB-Strecke in Langkampfen sollen bald durch eine Schutzwand entlastet werden. Die Kosten von 1,2 Millionen Euro trägt die Gemeinde. Im Vertragsentwurf mit den ÖBB fehlen der SPÖ-Fraktion aber wichtige Punkte. Zudem seien noch viele Fragen zu den Kosten offen.

Es ist für die Gemeinde Langkampfen ein Mega-Projekt. Noch heuer soll die Lärmschutzwand stehen. Dafür muss aber die Vereinbarung mit den ÖBB unter Dach und Fach sein. Der Entwurf liegt vor. Für Gemeindevorstand Martin Buchauer (SPÖ) weist das Papier derzeit noch erhebliche Mängel auf: "So wie es ausschaut, muss die Gemeinde tief in die Tasche greifen, hat aber nichts mitzureden. Sie kann nicht einmal die Baukosten kontrollieren. Die ÖBB rechnen mit deutlich höheren Kosten als das Infrastrukturministerium in seinen Richtlinien. Diese Differenz gilt es zu klären." 

Außerdem, so Buchauer, fehle eine Vereinbarung für den Fall, dass die Schutzwand den erhofften Effekt nicht erreicht. Schützenhilfe kommt vom SP-Nationalratsabgeordneten Josef Auer. Der verweist darauf, dass mit derzeit 60.000 Zügen pro Jahr Langkampfen zu den absoluten Belastungsgebieten gehört und möglicherweise auch Bund und Land für Schutzmaßnahmen Gelder locker machen müssten. 

von Claudia Thurner, Tiroler Krone

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