"Das ist mystisch"

Weltumseglerin hat Kap Hoorn umschifft

Ausland
14.01.2010 07:37
Die junge Weltumseglerin Jessica Watson hat eine der größten Herausforderungen ihrer achtmonatigen Reise gemeistert. Die 16-jährige Australierin umschiffte das wegen Winden und Strömungen gefürchtete Kap Hoorn in Südamerika und sah zum ersten Mal seit Oktober Land. "Ich sehe die Konturen des Kaps, das ist fast mystisch", sagte sie am Donnerstag in einem Satellitentelefonat mit ihren Eltern. Sie setzt ihre Reise nach Australien nun im Atlantik fort.

Watson hatte zuvor mit sechs Meter hohen Wellen und Windgeschwindigkeiten von 70 Kilometern in der Stunde zu kämpfen. Watsons Eltern waren in Chile und wollten bei einem Flugzeugüberflug versuchen, die Jacht ihrer Tochter zu finden, um ihr aus der Luft zuzuwinken.

Watson, die schon mit elf Jahren von einer Solo-Weltumseglung träumte, macht während der Fahrt nur rund 20 Minuten lange Nickerchen. Ihr Abenteuer ist nicht zuletzt umstritten, seit sie bei einer Vorbereitungsfahrt im September mit einem tonnenschweren Frachtschiff zusammenstieß (siehe Infobox). Die australischen Behörden hatten vergeblich versucht, das Mädchen von seiner geplanten Reise abzubringen.

Erst im August 2009 hatte der 17-jährige Brite Mike Perham einen neuen Rekord als jüngster Solo-Weltumsegler aller Zeiten aufgestellt. Er war 156 Tage auf See und legte 26.000 Seemeilen zurück.

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