Spitalsträger kontern:

„Wir haben nicht die niedrigsten Pflegelöhne!“

Mit ein paar Tagen Nachdenkpause weisen Oberösterreichs Spitalsträger jetzt gemeinsam die Darstellung der Gewerkschaften zurück, Oberösterreich habe bundesweit die tiefsten Löhne in der Krankenhauspflege - siehe den Ursprungsbericht hier.

„Diplomierte Kräfte in Oberösterreichs Spitälern verdienen um 257 € (brutto im Monat) weniger als im Länderschnitt: Schlusslicht beim Lohn für Pflege!“, haben wir am 25. Oktober über einen Gehaltsvergleich der zuständigen Gewerkschaften berichtet. Mit der letzten Aufstockung aus dem Pflegepaket 2015 zu Jahresbeginn 2019 seien es immer noch 207 Euro weniger.

Problem-Aufriss während Imagekampagne
Das hat Oberösterreichs Spitalsträger, die gerade eine gemeinsame Imagekampagne für die Pflege gestartet haben, nicht nur emotional tief getroffen. Sie halten auch fachlich dagegen, was in dem Fall Gespag-Vorstand Karl Lehner und sein Personaldirektor Martin Rupprecht übernehmen: „Wir (alle Träger) sind am Beginn der Pflegelaufbahn deutlich besser als der Durchschnitt und am Ende sind wir Drittletzter, haben Platz 7 von 9.“ Das hänge mit der Umstellung des Gehaltsschemas im Jahr 2001 auf höhere Einstiegsgehälter und ein flacheres Lebenseinkommen zusammen.

Kleine Differenz zu den Schlechteren
Statt den Abstand  zu den Besseren zu benennen, beziffert Rupprecht  die Differenz zu den Schlechteren. Beim Jahresbrutto gegen Laufbahnende liege Oberösterreich auf Platz 7 um 300 Euro besser als das Bundesland auf Platz 8 und um 600 Euro besser als das Schlusslicht auf Platz 9.

Interview mit Gespag-Vorstand Lehner
Lesen Sie dazu in unserer Feiertags-Printausgabe auch ein kurzes Interview mit gespag-Vorstand Lehner und einen Kommentar von „pö“.

Werner Pöchinger, Kronen Zeitung

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