Tirol stehe mit seinen kleinen Strukturen nämlich in einem System, wo es darum gehe, wer auf "wessen Kosten am billigsten produziert und noch schnell am meisten profitiert." Und wegen der hohen und künstlichen Subventionen des Güterverkehrs auf Straße, Schiff, Bahn oder Flugzeug spielen die Transportkosten mittlerweile keine Rolle mehr.
"In Tirol kommen zu diesem unfairen Wettbewerb noch die hohen Standortkosten. Zusätzlich trifft uns die natürliche Enge des besiedel- und bewirtschaftbaren Raumes mit einer gewaltigen Übersättigung an Handelsbetrieben in einigen Städten, die kaum mehr Produkte aus der Region verkaufen. Damit wird die Kaufkraft aus den Umlandgemeinden abgesaugt und der ländliche Raum entleert", schlägt Gurgiser Alarm.
Die Folge ist ein Teufelskreis: Die Einnahmen der Gemeinden und Länder sinken, die Ausgaben für Soziales steigen. "Und genau dem müssen wir nun entgegensteuern - die immer knapper werdenden Mittel müssen zur Sicherung von Arbeitsplätzen aufgewendet werden und nicht in unrentable und nicht finanzierbare Projekte wie den Brennertunnel investiert werden", fordert Gurgiser abschließend.
von Markus Gassler, Tiroler Krone
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.