Die Digitalanzeige mit der Ziffern-Buchstaben-Kombi beginnt zu blinken. Ein Taxi setzt sich in Bewegung und fährt direkt zum Eingang des Amsterdamer Hauptbahnhofs vor. „Hier können nur saubere Taxis zufahren“, erzählte Bertold Plugboer der OÖ-Delegation, die den „e-mobilen“ Holländern über die Schulter schaute.
Windräder, Käse, Campingwägen und Fahrräder - das sind die Dinge, mit denen viele Holland verbinden. Das Königreich ist aber längst zum Vorreiter in Sachen E-Mobilität geworden. Die Taxis in Amsterdam sollen bis 2025 emissionsfrei sein, erfuhr die von Landeshauptmann-Stellvertreter Michael Strugl und Verkehrslandesrat Günther Steinkellner angeführte Oberösterreich-Delegation.
„Auch Wasserstoff wird wesentliche Rolle spielen“
700 der 4000 Taxis in der holländischen Hauptstadt fahren vollelektrisch. Über das Land spannen sich E-Mobilitäts-Initiativen, in der Arena von Amsterdam wird die Energieversorgung nun mithilfe eines Speichersystems aus Batterien von Elektrofahrzeugen abgewickelt. Über 130.000 Autos sind in Holland mittlerweile mit Strom betrieben, 30.000 öffentliche Ladestationen gibt es - aber auch Wasserstoff als Antrieb ist im Blickpunkt. „Es wird sich nicht ein Thema durchsetzen, auch Wasserstoff wird eine wesentliche Rolle spielen, vor allem im Lasten-Transport“, sagt Steinkellner.
Gespräche laufen
Am Flughafen Schiphol in Amsterdam sind jede Menge Teslas als Taxis im Einsatz. Steinkellner will die Taxis auch bei uns in die Strom-Zukunft führen: „Wir arbeiten da mit der Innung zusammen, es wird eigene Standplätze geben.“ In Linz soll der Anfang gemacht werden, ein Förderprogramm ist in Ausarbeitung.
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.