Mehr als 20 Prozent der Weltbevölkerung leiden an psychischen Erkrankungen - Tendenz steigend. Das Thema ist aber nach wie vor von einer starken Stigmatisierung geprägt. Seit mittlerweile 10 Jahren ist das Sozialpsychiatrische Ambulanzzentrum (SPAZ) im Kepler Universitätsklinikum Anlaufstelle für Betroffene.
„Das Sozialpsychiatrische Ambulanzzentrum bietet seit zehn Jahren eine rasche Erstversorgung, die im Bedarfsfall auch auf außerstationäre Versorgungsangebote zurückgreifen kann“, so Gesundheits-Landesrätin Christine Haberlander.
10.000 Klientenkontakte
Das Einzigartige an dem SPAZ-Angebot ist, dass das Team einerseits aus Mitarbeitern des Kepler Universitätsklinikums besteht und andererseits aus Personen von pro mente OÖ, die ihren Schwerpunkt in der psychosozialen Versorgung, Betreuung und Beratung haben. Im letzten Jahr gab es insgesamt 10.000 Klientenkontakte. Wie viele Menschen in den zehn Jahren insgesamt behandelt wurden, konnte das SPAZ-Team leider nicht angeben.
„Spitze der Krise“ gehört bewältigt
In geschätzten 15 Prozent der Klienten-Fälle reichen bereits vier Gespräche aus, um die Patienten ausreichend zu stabilisieren. Oftmals wird erst einmal die „Spitze der Krise“ bewältigt und man bereitet mit dem Betroffenen gemeinsam den Weg zu einer längerfristigen Psychotherapie vor.
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