Di, 20. November 2018

Paket verabschiedet

20.10.2018 18:42

Italien: Keine Amnestie für Steuerflüchtlinge

Die italienische Regierung hat am Samstag ein Steuerpaket zur Ergänzung des Budgetplans verabschiedet. Damit wolle Italien einen bürgerfreundlicheren Fiskus fördern, berichtete Vizepremier Luigi Di Maio. Das Steuerpaket enthalte keine Amnestie für Steuerflüchtige.

Geplant ist ein sogenannter Steuerfrieden für jene, die in den vergangenen Jahren Einkommen nicht deklariert hatten oder die geforderten Steuerbeträge nicht bezahlen konnten. Nur Letztgenannte sollen durch die Begleichung eines Teils der Schulden künftig ihren Streit mit dem Fiskus beilegen können.

Premier Giuseppe Conte erklärte, er wolle den Dialog mit der EU-Kommission über Italiens Budgetpläne offen halten. „Wir haben den ehrgeizigsten Plan für strukturelle Reformen der vergangenen Jahrzehnte entworfen“, sagte er am Samstag. Der Budgetplan sei gut durchdacht. Die Regierung werde sich bemühen, der EU den Inhalt des Haushaltsentwurfs im Detail zu erklären.

„Kein Plan zum Austritt aus EU oder Eurozone“
Die Regierung bekräftigte, sie habe keine Absicht, aus der EU und aus dem Euroraum auszutreten. „Wir wollen aber die EU-Regeln ändern. Die nächsten Monaten werden in Hinblick auf die EU-Parlamentswahlen sehr wichtig sein. Wir vertrauen den EU-Institutionen, aber wir wollen sie ändern“, so der Chef der Fünf Sterne-Bewegung, Luigi Di Maio.

2019 deutlich höhere Neuverschuldung geplant
Zur Finanzierung kostspieliger sozialpolitischer Wahlversprechen plant die Regierung Conte 2019 eine deutlich höhere Neuverschuldung als von der Vorgängerregierung in Aussicht gestellt. Die Regierung will sich zwar an die nach den EU-Regeln für die Währungsunion erlaubte Obergrenze der Neuverschuldung von 3,0 Prozent der Wirtschaftsleistung halten, weil das Land jedoch einen riesigen Schuldenberg angehäuft hat - gut 130 statt höchstens 60 Prozent des Bruttoinlandsprodukts - muss es nach früheren Beschlüssen viel strengere Werte einhalten.

Die Vorgängerregierung hatte ein Defizit von 0,8 Prozent versprochen, die neue Koalition peilt nun 2,4 Prozent an. Die Befürchtungen wachsen, dass Italien - die drittgrößte Volkswirtschaft der Eurozone mit der zweitgrößten Gesamtverschuldung nach Griechenland - das nächste Problemland der Währungsunion werden könnte.

 krone.at
krone.at

Kommentare

Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Aktuelle Schlagzeilen
Nations League
Pleite! Herzog verpasst mit Israel den Aufstieg
Fußball International
Stimmen zum Spiel
Goldtorschütze Grbic: „Es gibt nichts Schöneres“
Fußball International
Sieg gegen Griechen
Historisch! U21-Team erstmals für EM qualifiziert
Fußball International
„Ich habe überlebt“
Nach Horror-Crash: Flörsch meldet sich zurück
Motorsport
Talk mit Katia Wagner
Hass und Sex - ist das Internet außer Kontrolle?
Video Show Brennpunkt
Wegen Scheich-Deal
Ex-Boss Blatter: „Infantino missbraucht die FIFA“
Fußball International
Rekord-Sponsoring
Sturm beendet Geschäftsjahr mit 350.000 Euro Plus
Fußball National

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.