Wieder schlug der Tierhasser im Bezirk Schärding zu. Der fünfte Anschlag mit Giftködern auf Hunde hat neuerlich ein Todesopfer gefordert. Diesmal traf es den erst fünf Monate alten Border-Collie „Yko“ aus Diersbach-Mitterndorf: Auch er dürfte während eines Spaziergangs einen präparierten Happen verschluckt haben - und musste eingeschläfert werden.
„Unsere dreijährige Tochter Clara hat herzzerreißend geweint, als ich ihr erklären musste, dass ihr geliebter Yko jetzt im Hunde-Himmel ist“, sagt Michael Starzengruber. Der Innviertler ist selbst auch fassungslos über den heimtückischen Gift-Anschlag. „Ich kann nicht nachvollziehen, was im Kopf solcher Menschen vorgeht“, ärgert er sich. Doch er hat keinen Verdacht, wer dahinter steckt.
Präparierten Köder verschluckt
Starzengruber meldete den Vorfall der Polizei. „Yko“ sei beim Spaziergang am Wochenende an der kurzen Leine geführt worden. „Er war aber sehr verspielt, hat überall herumgeschnüffelt und sogar Steine ins Maul genommen.“ Dabei dürfte er unbemerkt einen präparierten Köder verschluckt haben. Gegen Ende der Spazierrunde sei er immer erschöpfter geworden.
Vergiftung zu ausgeprägt
„Daheim ist ihm schlecht geworden, es hat ihn gereckt und er hat weißen Schleim und Blut ausgeschieden.“ Ein Tierarzt kümmert sich um ihn, der Zustand besserte sich leicht. Doch in der Nacht bekam „Yko“ epileptische Anfälle. Am darauffolgenden Tag wurde ein anderer Tierarzt kontaktiert, der ihm Vitamin-K injizierte. Starzengruber: „Die Vergiftung war aber zu ausgeprägt, nachdem ihm Blut aus der Nase gelaufen ist, haben wir ihn einschläfern lassen.“
Happy End bei „Nelly“
Ein besseres Ende fand Schäfermischling „Nelly“. Sie wurde gesund gepflegt.
Jürgen Pachner, Kronen Zeitung
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