Höchst unprofessionell

Disco-Prügelei: Kritik der Polizei an Securitys

Nicht einfach auf sich sitzen lassen will die Exekutive die teilweise recht harschen Vorwürfe, dass zwei junge Polizistinnen bei einer Disco-Prügelei machtlos waren. Der Vöcklabrucker Bezirkspolizeikommandant Hermann Krenn nimmt die Disco-Securitys ins Visier und kritisiert deren Vorgehen als höchst unprofessionell.

„Hör auf! Hör jetzt endlich auf!“ - Die vergeblichen Versuche einer Polizistin, einen Randalierer (24) um 5 Uhr früh bei der Disco „Max & Moritz“ zu stoppen, sind mit Handy-Videos dokumentiert. Dann stürmten, wie berichtet, Securitys wie eine Büffelherde aus dem Lokal, das in Absprache mit den Ordnungshüterinnen versperrt bleiben sollte, und der Anführer schlug den Randalierer nieder.

Ärger bei Polizei
„Das Problem bei diesem Einsatz waren nicht die Polizistinnen, sondern die Security“, sagt der Vöcklabrucker Bezirkspolizeikommandant Hermann Krenn: „Wir haben dort immer wieder Ärger, auch weil die Betreiber es nicht schaffen, eine professionelle Security-Firma zu engagieren.“

Disco verspricht Besserung
Das soll sich jetzt ändern, verspricht „Max & Moritz“-Geschäftsführer Christoph Hummelbrunner: „Um eine weitere Gefährdung unbeteiligter Personen sowie auch der Beamtinnen zu unterbinden war ein Einschreiten von Mitarbeitern der Security-Firma sicherlich notwendig, wobei die Vorgehensweise in keiner Weise unseren Vorstellungen entspricht.“ Er will eine andere Sicherheitsfirma mit dem Lokalschutz beauftragen.

Bürgermeister im Interview
‘Der Regauer Bürgermeister Peter Harringer denkt im Interview über die überlangen Öffnungszeiten nach.

„Krone“: Herr Bürgermeister, was sagen Sie zu dem Vorfall bei der Disco? Die Polizei kritisiert die überlangen Öffnungszeiten.
Peter Harringer: Die Disco darf bis 6 Uhr früh offen halten. Dann verflüchtigen sich die Gäste normalerweise, drum sperrt man auch nicht um 4 Uhr früh zu, weil es dann erfahrungsgemäß zu Turbulenzen kommt.

„Krone“: Wirbel gibt es offenbar so aber auch.
Harringer: Bis jetzt hat es im Großen und Ganzen funktioniert. Es gibt Gespräche mit den Betreibern, speziell wegen den Securitygeschichten. Wenn das nicht besser wird, geht’s sicher um die Öffnungszeiten. 

Christoph Gantner, Kronen Zeitung

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