Befunde gefälscht

Hunderte Krankenstandstage erschlichen

Kärnten
14.10.2018 08:00
Porträt von Christian Rosenzopf
Von Christian Rosenzopf

Jahrelang soll ein Mitarbeiter des Klagenfurter Magistrates seine Krankenstände „ergaunert“ haben. Teilweise hat der Mann mit gefälschten Befunden seines Arztes nachgeholfen. Insgesamt kamen Hunderte Krankenstandstage zusammen. Jetzt flog der Schwindel jedoch auf und der Mann wurde des Dienstes enthoben.

Mit 1800 Mitarbeitern zählt der Magistrat zu den größten Arbeitgebern des Landes. Seit Jahren kämpft man  jedoch mit der hohen Zahl an Krankenständen. Bereits 2012 hatte die „Krone“ aufgedeckt, dass an „Spitzentagen“ bis zu 300 Mitarbeiter fehlen. Daher wurden die Maßnahmen im Personalbereich verschärft.

Im Herbst haben die internen Kontrollen wieder einen „Erfolg“ gebracht: Ein Mitarbeiter des handwerklichen Dienstes, der seit Oktober 2015 immer wieder im Krankenstand war, konnte überführt werden. „Es gilt für Arbeitnehmer im äußersten Fall eine Obergrenze von 50 Krankenstandstagen im Jahr“, heißt es aus der Personalabteilung. Diese Grenze soll der Mitarbeiter um ein Vielfaches überschritten haben.

Befund einfach mehrmals verwendet
Insgesamt blieb er Hunderte Tage im Kontrollzeitraum von drei Jahren fern. Zudem soll er einen Befund des Arztes mehrmals verwendet haben, indem er ihn kopierte und das Datum änderte. „Als wir beim Arzt nachfragten, erfuhren wir, dass der Mann nur einmal bei ihm war“, heißt es.

Der Magistrat hat sich mit dem Mann auf eine sofortige Trennung geeinigt. „Wir werden jeden Missbrauch bekämpfen, damit die anderen Mitarbeiter, die vorbildlich für die Stadt arbeiten, nicht darunter leiden“, sagt Bürgermeisterin Maria-Luise Mathiaschitz.

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Kärnten
14.10.2018 08:00
Loading
Kommentare Banner - Die Stimme Österreichs

Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.

Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.

Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.

Top 3
Kostenlose Spiele
Vorteilswelt

Magazine der Kronen Zeitung