Jahrelang soll ein Mitarbeiter des Klagenfurter Magistrates seine Krankenstände „ergaunert“ haben. Teilweise hat der Mann mit gefälschten Befunden seines Arztes nachgeholfen. Insgesamt kamen Hunderte Krankenstandstage zusammen. Jetzt flog der Schwindel jedoch auf und der Mann wurde des Dienstes enthoben.
Mit 1800 Mitarbeitern zählt der Magistrat zu den größten Arbeitgebern des Landes. Seit Jahren kämpft man jedoch mit der hohen Zahl an Krankenständen. Bereits 2012 hatte die „Krone“ aufgedeckt, dass an „Spitzentagen“ bis zu 300 Mitarbeiter fehlen. Daher wurden die Maßnahmen im Personalbereich verschärft.
Im Herbst haben die internen Kontrollen wieder einen „Erfolg“ gebracht: Ein Mitarbeiter des handwerklichen Dienstes, der seit Oktober 2015 immer wieder im Krankenstand war, konnte überführt werden. „Es gilt für Arbeitnehmer im äußersten Fall eine Obergrenze von 50 Krankenstandstagen im Jahr“, heißt es aus der Personalabteilung. Diese Grenze soll der Mitarbeiter um ein Vielfaches überschritten haben.
Befund einfach mehrmals verwendet
Insgesamt blieb er Hunderte Tage im Kontrollzeitraum von drei Jahren fern. Zudem soll er einen Befund des Arztes mehrmals verwendet haben, indem er ihn kopierte und das Datum änderte. „Als wir beim Arzt nachfragten, erfuhren wir, dass der Mann nur einmal bei ihm war“, heißt es.
Der Magistrat hat sich mit dem Mann auf eine sofortige Trennung geeinigt. „Wir werden jeden Missbrauch bekämpfen, damit die anderen Mitarbeiter, die vorbildlich für die Stadt arbeiten, nicht darunter leiden“, sagt Bürgermeisterin Maria-Luise Mathiaschitz.
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