Nun protestieren auch die Beschäftigten der OÖ Gebietskrankenkasse sichtbar gegen die Kassen-Fusion, die sie als „Enteignung der Versicherten“ betrachten. Eine Menschenkette rund um die GKK-Zentrale in Linz war aber erst der Auftakt für mehr. Auch die SPÖ will morgen, Donnerstag, im Landtag ein Zeichen setzen.
Die Betriebsräte und Beschäftigten der OÖ GKK befürchten den Verlust von Arbeitsplätzen und eine generelle Verschlechterung ihrer Arbeitsbedingungen, aber auch Negatives für die Versicherten in Oberösterreich: „Derartige Umwälzungen im Gesundheitssystem werden nicht ohne Leistungskürzungen, Selbstbehalte und Privatisierungen erfolgen können“, meint unter anderem GPA-djp-Gewerkschaftsführer Andreas Stangl.
Widerstand geht weiter
Daher geht der Widerstand weiter: „Die Proteste gegen die Zerstörung der Sozialversicherung kommen am 18. Oktober mit einer Kundgebung vor dem Linzer Landhaus in die nächste Runde“, so Stangl.Dringliche AnfrageZuvor gibt es im morgigen Landtag eine politische Protestaktion. Die SPÖ bringt eine Dringliche Anfrage „gegen die Zerschlagung der vorbildlichen oberösterreichischen Gebietskrankasse ein“.
LH ist zu hinterfragen
Diese richtet sich an LH Thomas Stelzer, von dem sich die SPÖ mehr Engagement gegen die Zentralisierung der Kasse erwartet. Auch Stelzers Motive, warum er die Pläne der Bundesregierung unterstützt, will die SPÖ hinterfragen.
Werner Pöchinger/Kronen Zeitung
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